Römerstein Internet soll fließen wie Licht und Wasser

Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit die Sekunde sollen in Römerstein erreicht werden können.
Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit die Sekunde sollen in Römerstein erreicht werden können. © Foto: Archiv/dpa
ANNE LEIPOLD 19.03.2016
Schnelles Internet gibt es in Römerstein durchaus. Nur ist es für die Zukunft auch schnell genug? Um die Daten künftig durchs Glasfasernetz zu schicken, ist die Gemeinde der Kompatknet beigetreten.

225 Gemeinden in acht Landkreisen haben es schon getan, Römerstein jetzt auch: Sie sind Mitglied der Kompaktnet, dem Kommunalen Pakt zum Netzausbau. Der Breitbandausbau, genauer das Glasfasernetz, kommt also auf die Alb. In Böhringen vermutlich schneller als gedacht. Im Mai sollen für den zweiten Bauabschnitt der Neuen Energie Römerstein (NER) die Straßen geöffnet werden. Also rein mit dem schnellen Internet. Denn das müsse fließen wie Licht und Wasser, sagte Carina Reck, Breitbandkoordinatorin im Landratsamt des Alb-Donau-Kreises. Geschwindigkeiten von 50 MBit pro Sekunde und mehr sollen erreicht werden.

Vielleicht waren es diese Aussichten, die die Gemeinderäte bewogen, nicht nur Recks und den Bericht der Reutlinger Breitbandkoordinatorin Julia Bernecker zur Kenntnis zu nehmen, sondern gleich beizutreten. Der Verbund kümmert sich um Koordination, Förderung, Planung, Bau und Verpachtung, dabei ist die Gemeinde Bauherr und Eigentümer. Die Gemeinden profitieren von den Förderungen und der Reduzierung der Kosten. Je größer das Netz, um so attraktiver sei es für die Netzbetreiber. Und die würden bereits anklopfen, sagte Reck. Ganz kostenlos ist das natürlich nicht, pro Jahr zahlt die Gemeinde Römerstein 2500 Euro an Kompaktnet.

Die nächsten Schritte der Kompaktnet werden sein: Ausschreibung der Planung, im September soll der Förderantrag eingereicht, im Herbst die Planungsleistungen beauftragt werden. Ein weiteres halbes Jahr werde es dauern, bis der Plan vorliegt, schätzt Bernecker. Für Böhringen würden diese Schritte wegen der Arbeiten der NER vorgezogen werden, erklärte sie. Ob es für eine Förderung allerdings reicht, blieb fraglich. Einen Haken gab es noch: Die Satzung ist noch nicht genehmigt, aber mehrfach geprüft worden, wie Reck versicherte. Deshalb schlug Thomas Deuble vor, Kompaktnet beizutreten, vorausgesetzt, die Satzung werde genehmigt. Dem stimmten die Räte einstimmig zu.