Wittlingen Im Verein gemeinsam stark

Wittlingen / Nadine Wilmanns 04.02.2018

Über Generationen hinweg gemeinsam viel bewegen, so lautete das Motto der Jahresfeier des Turn- und Sportvereins Wittlingen am Samstagabend. Daher sollte auch die ganze Familie bei den Vorführungen der Kindersportgruppen zum Einsatz kommen. Die Kinder haben ihre Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel auf die Bühne geholt, um Hilfestellung bei den Kunststücken zu geben, die sie in petto hatten. ,,Wir Erwachsene sind für unsere Kinder in jeder Situation Vorbilder“, sagt Moderatorin des Abends, Margot Rueß. In einer Welt von Unruhen, Gewalt und Krieg sei es besonders wichtig, die Kinder stark zu machen. ,,Wir müssen ihnen vorleben, Dinge mit Freude, Hoffnung und Energie anzugehen.“ In Vereinen werde genau das getan, und Vereine bringen Generationen zusammen, so Rueß.

,,Bewegung für Jung und Alt ist auch zu Hause mit vielen Dingen des Alltags möglich“, erklärt Rueß. Etwa mit einem Baumarktbesuch. Wie das geht, demonstrierte  die Eltern-Kind-Gruppe den Zuschauern in der Festhalle. Auch die jungen Hüpfer aus dem Kinderturnen haben Fitness-Spaß bei der Hausarbeit – und zwar beim Wäschewaschen. Die Besen schwingen lassen die Kinder der ,,Maxi-Gruppe“ und der ,,Maxi-Nachwuchs“, außerdem verwandeln sie Tonnen und Leitern in Sportgeräte. Höhepunkt ist ein großer Weltkugel-Ball, der durch die ganze Halle über die Hände aller rollt. ,,Im Alltag ist vieles möglich, wenn wir miteinander an die Dinge herangehen“, kommentiert die Moderatorin.

Auch die Erwachsenen haben sich einiges überlegt: Die Sportler der ,,Body-Fit-Gruppe“ überraschten die Vereinskameraden mit einer Schwarzlicht-Vorführung. Die Fußballer des Vereins ließen sich nicht lumpen und hatten ebenfalls Showeinlagen vorbereitet. Selbst das Publikum war gefragt und lernte kurzerhand ein Tänzchen.

Ein gutes Miteinander mache den TSV Wittlingen seit eh und je aus, findet Vereinsvorstand Konrad Hölz: ,,Der Verein lebt von seinen Mitgliedern.“ Daher seien ihm die alljährlichen Ehrungen auch besonders wichtig. ,,In diesem Jahr gibt es sogar sehr viele Ehrungen.“ Besonders stark sind die 25-jährigen Jubilare vertreten. ,,Ich habe mal recherchiert, warum wir vor einem Vierteljahrhundert so viele Eintritte hatten“, sagt Konrad Hölz. Tatsächlich hatte die Jazztanzgruppe einen riesigen Zulauf und einige, die damals begeisterte Jazztänzer waren, dürfen sich heute über Wein und Rosen freuen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden: Silvia Buck, Constanze Clauß, Meta Ehni, Claudia Beck, Melanie Flitsch, Susanne Niesner, Margot Rueß, Sibylle Steudle, Bärbel Vöhringer, Elke und Ralf Wawra, Ingrid Wendler,  Erich Winter, Ralf Kächele, Martina Knoll und Heidi Boßler. Gar 40 Jahre dabei sind: Edith und Peter Andrasch, Rolf Bächtle, Gerd Beck, Inge und Uli Brandstetter, Harry Lenknereit, Karl Mayer, Manfred Müller, Hannelore Raible und Thomas Wendler. Die ,,Haudegen“, so Hölz, Walter Holder, Gottlieb Kächele und Kurt Mayer sind bereits seit 50 Jahren im Verein. ,,Das ist schon etwas Besonderes“, so Hölz. ,,Wenn man so lange dabei ist, dann macht man viele Höhen und Tiefen mit – ich denke nur an die vielen Bauarbeiten und damit verbundenen Arbeitsdienste.“ Das Rekordjubiläum schaffte Sigmund Vöhringer mit stattlichen 60 Jahren Mitgliedschaft.

 Zudem gab es zwei goldene Ehrennadeln zu vergeben: Heinz Zwicknagel und Margot Rueß wurden zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt. Zwicknagel ist seit 2005 im TSV Wittlingen und habe mit seinen großen Verdiensten den Fußballsport geprägt, so Hölz. Sein sportlicher Lebenslauf kann sich sehen lassen: ,,Er hat Jugendschiedsrichter ausgebildet und Spiele geleitet bis zur Oberliga und sogar bis zur Bundesliga“, so Hölz. Auch Rueß hat sich die Auszeichnung verdient: ,,Sie ist 1998 als Finanzchefin im Verein gewählt worden“, sagt Hölz. ,,Seitdem hat sie inzwischen vermutlich um die 1,5 Millionen verwaltet.“ Bei jeder Veranstaltung des Vereins sei sie ,,von der Vorbereitung bis zur Endabrechnung“ engagiert dabei.