Zweite Segelflug-Bundesliga Im Himmel über Brandenburg den dritten Rang erflogen

Grabenstettens Pilot Marc Schneider gelang dieses Foto aus dem Zweisitzer der Fliegergruppe heraus. Es zeigt einige Seen und Wälder der Mecklenburger Seenplatte, wie sie die Grabenstetter auf ihrem Flug am Sonntag in Richtung Ostsee gesehen haben.
Grabenstettens Pilot Marc Schneider gelang dieses Foto aus dem Zweisitzer der Fliegergruppe heraus. Es zeigt einige Seen und Wälder der Mecklenburger Seenplatte, wie sie die Grabenstetter auf ihrem Flug am Sonntag in Richtung Ostsee gesehen haben. © Foto: Marc Schneider
Grabenstetten / swp 04.07.2018

Segelflüge über ostdeutschen Sandböden brachten den Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten am vergangenen Wochenende den vierten Rang in der Tageswertung – und damit den Sprung auf den dritten Platz in der Tabelle der zweiten Segelflug-Bundesliga.

Drei Grabenstetter Piloten nehmen zurzeit an einem Segelflug-Wettbewerb im brandenburgischen Lüsse teil. Südwestlich von Berlin gelegen ist der Flugplatz bekannt als idealer Ausgangspunkt für schnelle Segelflüge. Die trockenen Sandböden des Fläming und der benachbarten Regionen lassen starke und hochreichende Aufwinde entstehen, in denen die Segelflieger im Kreisflug an Höhe gewinnen und diese im schnellen Geradeausflug in Strecke umsetzen können. Den Grabenstettern gelang dies.

Am Sonntag war Patrick Kutschat mit seinen 25,5 Meter langen Flügeln im Rahmen des freien Trainings der Offenen Klasse von Lüsse aus unterwegs. Das Training nutzte er gleich für einen schnellen Flug zwischen Magdeburg und Leipzig. Die sandigen Böden beidseits der Elbe und die Trockenheit, die dort schon seit vielen Wochen vorherrscht, ließen hervorragende Aufwinde entstehen. So kam Kutschat mit einem Flug über 480 Kilometer auf 115 Stundenkilometer in der Liga-Wertung.

Frederik Widmaier und Marc Schneider, die am selben Wettbewerb in der Doppelsitzerklasse teilnehmen, flogen nach Norden über die mecklenburgische Seenplatte bis zur Ostsee kurz vor Greifswald. Neben schöner Landschaft gab es dort auch gute Aufwinde, lediglich ganz im Norden bremste der störende Einfluss der nahen Ostsee und veranlasste die beiden zur Umkehr. Auf dem Rückweg waren sie im zweieinhalb Stunden dauernden Zeitfenster für die Liga-Wertung mit einem Durchschnitt von 110 Stundenkilometer unterwegs. Komplettiert wurde die Wertung von Erich Sigel, der bereits am Samstag zuhause von Grabenstetten aus mit 98 Stundenkilometern auf den vertrauten Rennstrecken entlang der Schwäbischen Alb unterwegs war.

Hinter Steinwald und Gifhorn

Die Fliegergruppe Grabenstetten beendet diese Runde auf Rang vier, und klettert dadurch in der Tabelle vom vierten auf den dritten Platz. Davor liegen zurzeit die Flugsportgemeinschaft Steinwald (Oberpfalz) als Tabellenführer und der Luftsportverein Gifhorn (bei Wolfsburg, Niedersachsen). Den Rundensieg holte sich erstmals in dieser Saison das Aeroteam Klix (Sachsen), gefolgt vom Hamburger Aeroclub Boberg und dem LSV Gifhorn.

Die ersten sieben Vereine der insgesamt 30 Mannschaften zählenden zweiten Liga steigen am Ende der Saison in die erste Segelflug-Bundesliga auf. Die Chancen der Grabenstetter liegen derzeit also mehr als gut.

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