Metzingen Hochzeitssänger und Co gesucht

Die Teilnehmer der Musicalwerkstatt proben auch bereits fleißig für die Kelternspiele. Sie werden beim Musical „Wedding Singer“ von den neu gecasteten Talenten ergänzt.
Die Teilnehmer der Musicalwerkstatt proben auch bereits fleißig für die Kelternspiele. Sie werden beim Musical „Wedding Singer“ von den neu gecasteten Talenten ergänzt. © Foto: Mara Sander
Metzingen / Mara Sander 07.06.2018

Beim Casting am Montag für das nächste Open-Air-Musical auf dem Metzinger Kelternplatz im Juli nächsten Jahres hatte die Jury viel zu hören und sehen, denn drei Stunden lang präsentierten vielversprechende Talente ihr Können in einem Raum der Uhlandschule.

Während Stephen Blaich, Fabian Brändle, Christina Reges-Manz und Birgt Hein beim Casting Fähigkeiten und Können der Bewerber für Hauptrollen und Soloauftritte beurteilten, probten in der Aula der Uhlandschule die Teilnehmer der „Musicalwerkstatt“ unter Anleitung von Tanzpädagogin Katja Privitera.

Die „Musicalwerkstatt“, eine Kooperation von Musikschule und Veranstaltungsring Metzingen, vermittelt seit einigen Jahren „Basics“, also Grundlagen für Musikprojekte, von Tanz über Gesang bis Schauspielkunst. Jeder kann mitmachen, ohne sich für Auftritte und Projekte verpflichten zu müssen, aber natürlich werden viele Mitglieder der Musicalwerkstatt bei dem neuen Projekt dabei sein.

Um Hauptrollen oder Soloauftritte gestalten zu können, ist die Teilnahme an der Musicalwerkstatt eine optimale Voraussetzung, denn Talent allein genügt bekanntlich nicht. Zwar mussten die Bewerber beim Casting keine Teilnehmer sein, aber „tänzerische und schauspielerische Vorbildung“ mitbringen.

Spezielle Proben für das Musical „Wedding Singer“, das nach der gleichnamigen amerikanischen Filmkomödie von Frank Coraci aus dem Jahr 1998 entstanden ist, werden den angehenden Musicalstars einiges abfordern. Im Film spielten Adam Sandler und Drew Barrymore die Hauptrollen. Wer nächstes Jahr „eine Hochzeit zum Verlieben“, so der deutsche Filmtitel, gestalten wird, entscheidet sich demnächst.

Der „Wedding-Singer“ zum Beispiel muss einigermaßen „schräg“ drauf sein können, denn er singt nicht nur romantische Lieder, sondern muss auch Gefühlschaos interpretieren können und einiges mehr.

Auch die anderen Mitwirkenden müssen eben nicht nur singen können sondern auch tanzen und schauspielerische Anforderungen erfüllen. Das trainieren sie dann demnächst in der Musicalwerkstatt, damit es auch eine Aufführung mit nicht nur inhaltlichen „Happyend“ für alle Beteiligten wird.

Nachdem der Film 1998 Premiere hatte, wurde er erst 2006 als Musical umgesetzt mit Premiere am New Yorker Broadway. Die deutschsprachige Erstaufführung gab es im Mai 2011 in Österreich, die Deutschland-Premiere im Juli 2012 auf der Waldbühne Kloster Oesede.

Bis zur Metzinger Premiere im nächsten Sommer müssen alle Mitwirkenden hart arbeiten, denn der Erfolg stellt sich nicht deswegen ein, weil es ihn andernorts, zum Beispiel auch in Japan und Australien, schon gab. Das Casting machte deutlich, dass die Voraussetzungen für die Metzinger Variante sehr gut sind, denn Talent und Mut sind vorhanden, jetzt sind Fleiß, Ausdauer, Kondition und Disziplin gefragt. Aber auch das dürfte kein Problem sein, wie bisherige Aufführungen auf dem Kelternplatz immer wieder bewiesen haben.