Grabenstetten Hinein nur mit Genehmigung

Die Falkensteiner Höhle begeistert schon von außen. Im Inneren kann es aber gefährlich werden, vor allem dann, wenn der Wasserspiegel nach Regenfällen schnell ansteigt. Immer wieder müssen Rettungskräfte anrücken.
Die Falkensteiner Höhle begeistert schon von außen. Im Inneren kann es aber gefährlich werden, vor allem dann, wenn der Wasserspiegel nach Regenfällen schnell ansteigt. Immer wieder müssen Rettungskräfte anrücken. © Foto: Thomas Kiehl
Grabenstetten / Mara Sander 29.03.2018

Rettungseinsätze in der Falkensteiner Höhle sind immer wieder mal erforderlich. Im Normalfall werden dann die Rettungskosten vom Verursacher und dessen Versicherung übernommen. Allerdings kann die Gemeinde keinen Einfluss auf die Veranstalter nehmen, dass sie eine entsprechende Versicherung abschließen.

„Zuletzt musste die Gemeinde nicht unerhebliche Rettungskosten übernehmen, weil der Verursacher weder ausreichende Finanzmittel noch eine Versicherung hatte“, erklärte Grabenstettens Bürgermeister Roland Deh den Grund für eine Polizeiverordnung, der vom Gemeinderat am Dienstag einstimmig zugestimmt wurde. Diese „Polizeiverordnung zur Gefahrenabwehr in der Falkensteiner Höhle“ legt fest, dass Begehen und Tauchen in der Falkensteiner Höhle grundsätzlich für Jedermann verboten ist. Nur auf Antrag bei der Ortspolizeibehörde, also der Gemeinde, kann eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden, wenn das Bestehen einer geeigneten Versicherung für den Fall einer erforderlichen Bergung und Rettung nachgewiesen und eine Erklärung zur Übernahme der Einsatzkosten für den Fall der Fälle vorher abgegeben wird.

Eine generelle Freistellung gibt es nur für Personen, die in Höhlen- und Karstvereinigungen organisiert und dort versichert sind oder in einen gemeinsamen Fonds einzahlen. Allerdings muss dafür einmalig ein Antrag des Vereins bei der Gemeinde für eine kostenfreie Genehmigung gestellt werden. Gewerbliche Veranstalter müssen den Versicherungsschutz im kostenpflichtigen Antrag nachweisen und die Erlaubnis gut sichtbar im Fahrzeug anbringen.

Ohne Versicherungsnachweis gibt es keine Genehmigung. So kann bei Kontrollen vor Ort leicht ermittelt werden, wer ohne Erlaubnis seinen Kunden den Zugang zur Höhle ermöglicht. Zudem werden Höhlenbesucher sensibilisiert, darauf zu achten, dass sie versichert sind. Auf der gesamten Fläche des Parkplatzes gilt nun ein Verbot für das Aufstellen von Zelten. Das wird nicht über die Polizeiverordnung geregelt, sondern „in der Eigenschaft als Ortspolizeibehörde beschlossen“, so Deh. Ein Bußgeld von 150 Euro kann verhängt werden.

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Meter nach dem Höhleneingang greift das Betretungsverbot. Wer weiter hinein will, muss dies bei der Gemeinde beantragen. Diese Grenze wird beschildert.