Upfingen Heute beginnen die Arbeiten am Upfinger Spielplatz

Freuen sich auf den neuen Spielplatz: Fabian Röken, Frank Tscherner, Markus Schneider, Marc Röpke und Regina Dümmel (von links). Foto: Simon Wagner
Freuen sich auf den neuen Spielplatz: Fabian Röken, Frank Tscherner, Markus Schneider, Marc Röpke und Regina Dümmel (von links). Foto: Simon Wagner
Upfingen / SIMON WAGNER 10.07.2013
Die Formalitäten sind abgearbeitet, nun wird Schweiß fließen: Heute beginnen die Vorarbeiten zum Neubau des Upfinger Spielplatzes. Am Montag stellten die "Spielplatzfreunde" die Baupläne vor.

Eine gewisse kindliche Vorfreude steht den Mitgliedern der "Spielplatzfreunde Upfingen" ins Gesicht geschrieben. Nachdem wie berichtet der Rat der Gemeinde St. Johann einstimmig Mittel von 5000 Euro freigab und sich die Gemeinde zudem dazu bereit erklärte, die Haftung und künftige Wartung zu schultern, wird aus der Idee des Vereins, den Spielplatz in Upfingen wieder in einen attraktiven Ort zu verwandeln, nun schnell Realität.

Bereits heute treffen sich die Vereinsmitglieder und die, die das Projekt unterstützen wollen, um den Abbau der teilweise maroden Spielgeräte in die Wege zu leiten. Wenn alles gut geht, dann rollen Ende Juli die Bagger an, und bereits Ende August könnte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Dann allerdings in einer Spiellandschaft, die nicht nur variantenreich bestückt ist, sondern auch den geltenden Sicherheitsanforderungen entspricht.

Ihr Fehlen, aber auch das wenig attraktive Spielangebot veranlasste sieben Upfinger Familien dazu, sich Gedanken über die Zukunft des zumeist verwaisten Areals zu machen. Anfang Mai wurde so offiziell der Verein "Spielplatzfreunde Upfingen" gegründet. Allen voran das Ehepaar Fabian und Claudia Röken steuerte mit seinem Stiftungsfonds "Glückskinder" einen beträchtlichen Teil des Startkapitals bei. Mit im Boot sind jedoch auch rund 30 Sponsoren, die kurzentschlossen das Projekt mit Geld- oder Sachspenden unterstützen. Insgesamt will die Privatinitiative rund 25 000 Euro in den Neubau investieren.

Um eine sinnvolle Verwendung des Gelds wird sich Janko Helmschmidt kümmern. Der Chef der Reutlinger Firma "Holz Spiel Natur" stellte am Montag vor rund 20 Interessierten im Upfinger Dorfgemeinschaftshaus Details seines Konzepts vor. Er zeigte sich beeindruckt von der privaten Initiative, die ihm als erfahrener Spielplatzbauer sonst noch nirgends unterkam: "Einmalig", so sein Urteil.

Unter seiner Regie soll ein Ensemble entstehen, das unter anderem eine Kletterwand, Seilbahn, Rutschen und ein kleines Spielhaus beherbergt. Kurz: Das richtige Angebot für jede Altersklasse. Auch die Generationen, die eigentlich übers Sandkastenalter hinaus sind, dürften von dem neuen Treffpunkt im Ort profitieren. Möglich erscheint etwa eine Tischtennisplatte, ganz sicher aber kommen wird ein Beach-volleyballfeld unterhalb des eigentlichen Spielplatz-Areals. Der zweite Vorsitzende des Vereins, Markus Schreiner, hob den vorläufigen Charakter des jetzigen Grundkonzepts hervor: Es sei jederzeit erweiterbar. Sukzessive soll sich so ein Ort dauerhaft etablieren, der möglichst für Alt und Jung attraktiv ist und bleibt. Damit dies gelingt, sucht der Verein nach weiteren Mitgliedern, die jährlich einen kleinen finanziellen Beitrag leisten, zeitweise auf dem neuen Spielgrund nach dem Rechten schauen und etwaige Mängel melden. Dabei gehe es nicht nur um die tätige Unterstützung des Vereins, sondern auch um ein Signal: "Je mehr wir sind, desto stärker ist unsere Position", so der Appell des Vereinsvorsitzenden Fabian Röken.

Die Initiative fand jedenfalls am Montag breite Unterstützung. Upfingens Ortsvorsteher Helmut Schepper sieht in ihr die Chance, dem Spielplatz den Wert zurückzugeben, "den er haben sollte". Auch Eberhard Wolf, Bürgermeister der Gemeinde, dankte dem Verein für den Anstoß: "Sonst wären wir nicht weitergekommen", gab er zu. Zählbar weitergekommen ist der Verein auch am Montag. Gleich mehrere unterschriebene Beitrittserklärungen sammelten sich auf den Tischen.

Info Unter www.spielplatzfreunde.de kann man sich über den Verein und das Projekt informieren. Zudem besteht dort die Möglichkeit, Fördermitglied zu werden.

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