Dettingen Handballer spenden für Kranke

Junge Handballerinnen überreichten ihre Spende an Erwin Schlichter vom Förderverein Mukoviszidose (rechts).
Junge Handballerinnen überreichten ihre Spende an Erwin Schlichter vom Förderverein Mukoviszidose (rechts). © Foto: Mara Sander
Dettingen / MARA SANDER 23.06.2016
Junge Handballer haben bei einem Hallenturnier um den Schlichter-Cup gekämpft. Sie spendeten 800 Euro für Mukoviszidosepatienten.

Fairness, Teamgeist und soziale Verantwortung der Dettinger Handballjugend haben wieder einmal Hilfe für Mukoviszidosepatienten ermöglicht. 800 Euro sind der Erlös aus einer von der Handballjugend des TSV Dettingen organisierten Tombola, die Dettinger Firmen und Einzelhändler finanziert haben.

Die erfolgreichste Torschützin der E-Jugend, Chiara Hörz, und Leni Müller, die im letzten Jahr die meisten Tore erzielte, überreichten zusammen mit dem Abteilungsleiter Handball Rolf Jock und dem Jugendleiter Willi Müller, einen Scheck an Erwin Schlichter, den Gründer und Vorsitzenden desFörderkreises Mukoviszidose. Der Firmengründer hat im Rahmen von Sportförderung und Sozialengagement des Unternehmens den nach ihm benannten Cup für Hand- und  für Fußball gestiftet.

Begonnen hat das Turnier vor 19 Jahren mit acht Mannschaften der D-Jugend, im diesjährigen Wettbewerb nahmen 64 Mannschaften aller Jugendaltersgruppen aus Baden-Württemberg und Bayern mit rund 7000 Spielern und Betreuern teil.

„Das Turnier hat sich einen sehr guten Ruf erarbeitet. Wir waren schon drei Wochen vor Meldeschluss ausgebucht“, so Müller. „Der Teamgeist“ antworteten die beiden Spielerinnen spontan auf die Frage, was ihnen besonders am Handballsport gefalle. Alle Turnierbeteiligten vergessen über Wettkampf, Leistung und sportlichen Erfolgen auch die nicht, die gesundheitlich beeinträchtigt sind, wie es bei den chronisch Kranken wie Mukoviszidose-Patienten der Fall ist.

Mukoviszidose ist eine der häufigsten angeborenen Stoffwechselerkrankungen. Zäher Schleim, der sich in Lunge und Bauchspeicheldrüse festsetzt und die verschiedensten Funktionsstörungen verursachen kann, ist ein typisches Merkmal dieser bisher unheilbaren chronische Erbkrankheit. Für die Patienten bedeutet das neben der gesundheitlichen Beeinträchtigung auch Mehrkosten, die nicht von Krankenkassen übernommen werden, denn sie müssen öfter als andere Patienten zur Kur, haben mehr Aufwand für ihre Ernährung und brauchen zusätzlich Vitaminpräparate zum Beispiel. Das stellt finanziell schwächere Familien oft vor große Probleme. Genau hier setzt der Förderkreis helfend ein mit Sachspenden oder Übernahme der immer höher werdenden Medikamentenzuzahlung, Fahrtkosten oder Zuschüssen für Kuren und Aufenthalte im Schullandheim. Wichtig für die betroffenen Kinder ist, dass sie nicht isoliert von ihren Schulkameraden sind, obwohl sie nicht alles mitmachen können wie die sportliche Höchstleistungen der Turnierteilnehmer.

Jeder gespendete Euro wird ohne Abzug von Verwaltungskosten für Bedürftige verwendet um ihnen die Lebensqualität zu verbessern, unabhängig davon, was sich durch medizinische Forschung verbessern lässt, und ohne großen bürokratischen Aufwand.

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