Metzingen Gut sein zu sich selbst

Volles Martinsgemeindehaus beim Nachbarschaftstreffen der Frauen im Kirchenbezirk.
Volles Martinsgemeindehaus beim Nachbarschaftstreffen der Frauen im Kirchenbezirk. © Foto: Mara Sander
Metzingen / MARA SANDER 03.03.2015
Achten Frauen nicht genügend auf sich selbst? Um dieses Thema drehte sich das Nachbarschaftstreffen des Kirchenbezirks.

Frauen, die sich für andere aufopfern, vergessen oft sich selbst. Wie Frau das ändern kann, war Thema beim Nachbarschaftstreffen im Gemeindehaus der Martinskirche. Das Thema des Treffens "Du und ich - Wertvolles aus Gottes Schatztruhe" sollte dazu beitragen, dass Frau "willentlich etwas für sich tun kann ohne innerlich trotzdem ein schlechtes Gewissen zu haben", wie die Referentin des Nachmittags Sigrid Girr, unter dem Thema "Wie geh ich mit mir und anderen um - wertvoll vor Gott" aus Gesprächen und eigenen Erfahrungen berichtete.

Sie machte bewusst, dass viele Frauen alles machen, was andere gut finden, um zu gefallen, viele seien mit dem Bild des strafenden Gottes aufgewachsen. "Da vergisst man sich selbst." Sie wolle aber deutlich machen, dass es ein liebender Gott ist, vor dem niemand etwas leisten muss, um geliebt zu werden. Sie selbst habe erst sehr spät entdeckt, dass nicht Äußerlichkeiten, Verpflichtungen und Erwartungen anderer Menschen bestimmend sein dürfen. Frau solle sich immer die Frage stellen, ob sie etwas aus Liebe tue oder um geliebt zu werden.

Gebraucht werden ist das klassische Motiv, sich um andere zu kümmern und sich selbst dabei zu vernachlässigen. "Nicht gebraucht zu werden, weil es auch mal ohne einen selbst geht, hieße ja, nicht mehr wichtig zu sein." Aber jeder brauche auch Atempausen für die Seele, Zeiten der Stille, um zu sich zu finden und zu hören, was Gott sage. Das Leben sei ein Geschenk, und mit Geschenken gehe man eigentlich meist gut um, ermutigte sie die Frauen, gut zu sich selbst zu sein. Sie warnte davor, dem Zeitgeist zu folgen. Wichtig sei es auch "ein fröhlicher Christ zu sein" und Hoffnung zu schenken. Ganz wichtig sei es auch, Gott zu danken für das Leben und seine Liebe und Wegbegleitung. Darauf hatte auch schon Pfarrerin Petra Frey in ihrem Referat "Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin - Das Menschenbild in den Psalmen" hingewiesen.

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