Donnstetten Gugelfuhr mit Gesang und Theater

Donnstetten / Von Mara Sander 29.07.2018

Sitzplätze gab es nur für die Besucher der Donnstetter Gugelfuhr, die rechtzeitig kamen. Aber Stehplätze an den Seiten boten auch gute Sicht auf das Bühnengeschehen.

 Das gestalteten in diesem Jahr die Einwohner des Wohngebiets „Froschlach“, so wie jedes Jahre eine andere Straßengemeinschaft ein Thema aus der Ortsgeschichte aufgreift von Landwirtschaft in früheren Zeiten bis hin eben zur Feuerwehr, die im 19. Jahrhundert noch mit der Handspritze und Zu Fuß zur Brandbekämpfung ausrückten. Das dauerte natürlich seine Zeit, und entsprechend lange mussten die Frauen auf ihre Männer warten bis sie wieder daheim waren.

 Brandursachen wie feuchtes Heu, das sich selbst entzündet, unvorsichtiges Hantieren mit den Kerzen am Christbaum und das „Nachlöschen“ waren Themen bei den Frauen, die sich auch über mögliche Brände, die gleichzeitig bei Gewitter entstanden unterhielten. Doch bei allem Humor über ein bisschen „Nachhilfe“ beim Brand durch Blitzschlag kam dann die moderne Feuerwehr informativ zu Wort, genauer gesagt, der Donnstetter Abteilungskommandant Björn Sterley, der klarstelle, dass es heutzutage Wetteraufzeichnungen gibt, an denen genau nachvollzogen werden kann, wo der Blitz tatsächlich eingeschlagen hat, und das moderne Methoden Brandstiftern auf die Spur kommen.

Das Horn erklingt

Er hatte auch die Lacher auf seiner Seite als er erklärte, dass früher Kirchenglocken läuteten oder das Horn geblasen wurde, das Wilhelm Munderich ertönen ließ. Später heulten dann die Sirene um Feuerausbruch zu melden. „Und heute haben die Feuerwehrleute den Alarmmelder in der Hose“, verriet er und zeigte dazu den modernen Meldeempfänger. Sterley machte außerdem bewusst, dass man nicht mehr wie früher befürchten müsse, dass die Hüle nicht genug Wasser zum Löschen habe.

„Heute können wir aus unseren Hydranten genügend Wasser entnehmen, sofern kein Auto über dem Schacht parkt“, mahnte er aufmerksam zu parken und Schächte frei zu lassen. Auch über Gebäudeversicherung gab es humorvolle Informationen und nach manchen kleinen Scherzen über auch ein dickes Lob für die Feuerwehr, die ihren Bürgern im Notfall immer kompetent helfen kann. Das beschränkt sich heutzutage nicht mehr auf Löschen und Keller auspumpen sondern betrifft vor allem technische Hilfeleistungen bei Unfällen und Umgang mit Gefahrstoffen um nur einige Einsatzbeispiele zu nennen.

 Darum endete das Theaterstück auch mit: „Wenn se zomma Verkehrsofall miaßat, ebber rausschneida, wenn‘s Verletzte geit. Do vergoht oim z Lacha. Do ko ma bloß no da huat zieha“, gefolgt vom Abschlusslied „Wasser ist zum Waschen da…“

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