Bad Urach / swp  Uhr
Bei einem Brand in der Altstadt von Bad Urach ist in der Nacht hoher Sachschaden entstanden. Ein Fachwerkhaus hatte Feuer gefangen und brannte lichterloh. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

In der Nacht von Montag auf Dienstag ist es zu einem Großbrand in der Bad Uracher Altstadt gekommen. Der Dachstuhl eines Fachwerkhauses in der Chorstraße brannte lichterloh und wurde dabei komplett zerstört. Um 2.13 Uhr alarmierte ein Anwohner die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Urach. Zusammen mit der Wehr aus Dettingen rückten rund 80 Einsatzkräfte und 14 Fahrzeuge samt Drehleiter an.

Der Großbrand in der Bad Uracher Altstadt hat die rund 80 Einsatzkräfte gehörig in Atem gehalten. Einsatzleiter Steffen Buck gibt Auskunft.

Keine Menschen verletzt

Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht bis in die Morgenstunden und sie gestalteten sich dabei schwierig, da Teile des Dachstuhls aufgrund des Feuers einsturzgefährdet und bis zum Abschluss des Einsatzes gegen 9.30 Uhr nicht zu betreten waren. Zuvor, in den frühen Morgenstunden, entschied die Feuerwehr, den freistehenden und deshalb einsturzgefährdeten Schornstein und einen Giebel kontrolliert zum Einsturz zu bringen, erklärte Einsatzleiter Steffen Buck. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden durch das Feuer keine Menschen verletzt. Das Fachwerkgebäude war unbewohnt. Nach dem Ende der Löscharbeiten hatte die Kriminalpolizei noch am Vormittag die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen.

Der Rettungsdienst war vorsorglich mit mehreren Einsatzkräften vor Ort und richtete für die Anwohner, die während den Löscharbeiten die angrenzenden Gebäude verlassen mussten, eine Betreuungsstelle ein.

Brand in Bad Urach Brand in der eng bebauten Bad Uracher Altstadt

Totalverlust“ des ältesten Gebäudes der Stadt

Steffen Buck, als Einsatzleiter der Bad Uracher Feuerwehr vor Ort, geht derweil von einem „Totalverlust“ des ältesten Gebäudes der Stadt aus. Es wurde erbaut in den Jahren 1475 und 1476.Ich denke, es ist nicht mehr zu retten“, sagte er auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. Nach ersten vagen Schätzungen entstand am Haus ein Schaden in Höhe von mindestens 400.000 Euro.

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