Sommerfest Grillhock bei den Metzinger Kleingärtnern

Auf der Terrasse des Kleingartenvereins gab es am Sonntag nur selten freie Plätze.
Auf der Terrasse des Kleingartenvereins gab es am Sonntag nur selten freie Plätze. © Foto: Alexander Thomys
Metzingen / Alexander Thomys 02.07.2018

Der Kleingartenverein auf dem Auchtert hatte am Sonntag zu seinem jährlichen Grillhock eingeladen – und die Terrasse des malerisch gelegenen Vereinsheims inmitten der Kleingärten war zur Mittagszeit rappelvoll besetzt. „Gott sei Dank spielt das Wetter mit“, war Vereinsvorstand Martin Wirsum dankbar. Denn die engagierten Kleingärtner waren ein wenig ins Risiko gegangen: Statt den Grillhock wie früher am Samstag und am Sonntag zu veranstalten, verkürzte der Verein das Angebot in diesem Jahr auf den Sonntag. „Zwei Tage haben sich nicht mehr gerechnet, die Gäste haben sich verteilt“, berichtet Wirsum.

Zur eintägigen Premiere ging nun alles gut. Das Wetter passte und die insgesamt 30 Helfer aus dem Verein hatten mit der Bewirtung ihrer Gäste in zwei Schichten alle Hände voll zu tun. Darin geübt sind die Metzinger Kleingartenvereinsmitglieder indes ohnehin, schließlich bewirten sie das Vereinsheim an den Wochenenden sowieso stets in Eigen­regie.

Bewirten ließen sich am gestrigen Sonntag vor allem Gäste, welche die Gärten zum Entspannen zu schätzen wissen. „75 Prozent der Besucher sind keine Vereinsmitglieder, sondern kommen gezielt am Wochenende her, um die Gärten und den Ausblick auf die Weinberge zu genießen“, schätzt Wirsum. Viele seien Stammgäste, die nicht nur zum Grillhock kommen, sondern den Gärtnern auch an normalen Wochenenden einen Besuch abstatten. „Noch können wir solche Feste und die Bewirtung mit unseren Mitgliedern stemmen“, sagt Wirsum nachdenklich. Wie alle Vereine haben aber auch die Kleingärtner mit nachlassendem ehrenamtlichen Engagement zu kämpfen. Das Interesse am Kleingärtnern lässt zur Freude von Wirsum dagegen keineswegs nach. „Vorwiegend junge Leute informieren sich inzwischen, ob sie eine eigene Parzelle bekommen können“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Daher gäbe es inzwischen sogar eine Warteliste. „Interessenten werden Vereinsmitglied und kommen dann auf diese Liste“, erklärt Wirsum. Erst wenn eine der 55 Parzellen frei wird, kommen die Nachrücker dann dran. „Wir haben aber nur selten Wechsel, eigentlich nur, wenn Parzellen altershalber aufgegeben werden“, sagt Wirsum. Geduld ist also gefragt.

Zwar könnten die Kleingärtner ihre Flächen erweitern, Zusagen der Stadt hierzu gibt es laut Wirsum, doch eigentlich wollen die Vereinsmitglieder ihren überschaubaren und familiären Rahmen erhalten. „Wir sind eine gute Gemeinschaft“, betont Wirsum. „Zu uns gehören Griechen und Italiener, Schwaben und Deutsche mit Wurzeln in Russland und Rumänien. Und wir verstehen uns gut.“

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