Männervesper Gregor Dümmel besingt mit Udo Jürgens den Frieden

Für ein gewichtiges Thema gab es viel Applaus: Jörg Armbruster hat seine Zuhörer in Römerstein überzeugt.
Für ein gewichtiges Thema gab es viel Applaus: Jörg Armbruster hat seine Zuhörer in Römerstein überzeugt. © Foto: Alexander Thomys
Böhringen / Alexander Thomys 13.03.2018

Der Nahost-Konflikt. Syrien. Kein leichtes Thema, das Journalist Jörg Armbruster zum Römersteiner Männervesper nach Böhringen gebracht hat. „Es ist ein wunderschönes Fest bei ihnen“, sagt der 70-Jährige dann auch zu Beginn. „Was ich ihnen zu erzählen habe, hat nur wenig mit Freude zu tun.“ Genauer gesagt: gar nichts. Und doch: Das evangelische Gemeindehaus in Böhringen platzt aus allen Nähten. Rund 150 Männer aus Römerstein und der Region wollen den Journalisten hören. „Bei uns am Tisch ist man sprachlos, man kann in Syrien ja niemanden unterstützen“, kommentieren die Zuhörer am Ende Armbrusters Vortrag und prangern deutsche Waffenlieferungen an.

Gut, dass das Essen stets vor dem Vortrag stattfindet. Es wäre manchem wohl sonst im Hals stecken geblieben, so aber ließen sich die Männer das vom „Arbeitskreis Männervesper“ im Backhaus frisch gebackene Brot schmecken. Jörg Armbruster darf am Ende einen Laib mit nach Hause nehmen, bevor ihn das Taxi zum Bahnhof nach Kirchheim bringt.

Gregor Dümmel hat zuvor in gewohnter Weise den Abend musikalisch eingeläutet. Zum achten Mal musizierte und sang Dümmel beim Männervesper. Der Song „Ich glaube“ von Udo Jürgens besang den Wunsch nach Frieden – die ideale Überleitung zu Armbrusters Vortrag. Und am Ende gibt es doch ein wenig Hoffnung. Nicht für Syrien, aber doch für Menschen mit Behinderung in Römerstein. Wilhelm Röcker vom „Arbeitskreis Barrieren“ stellt das Inklusionsprojekt vor. Den Erlös des Vespers bekommt der Arbeitskreis.

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