Aus einem eher kleinen, gemütlichen Ferienhock für Daheimgebliebene, den der Liederkranz seit mehr als 20 Jahren jeweils in den Sommerferien veranstaltet, ist inzwischen ein großes, interessantes Oldtimertreffen geworden.

Mit Oldtimer sind keineswegs etwas die Sänger gemeint, obwohl es unter ihnen viele treue Mitglieder gibt, die teilweise schon mehr als ein halbes Jahrhundert dabei sind. Vielmehr trafen sich zunächst auch mehr oder weniger sangesfreudige Besitzer von alten Schleppern auf dem Festplatz an der Rienzbühlhalle, für die Motorengeräusche wie Musik in den Ohren klingen. Die Idee dazu hatte der Sänger Peter Kächele und traf damit genau den Zeitgeist. Und so waren auch am Sonntag wieder Isettas, „Badewanne“ und „Käfer“ zu bestaunen. Auch eine „Ente“ stand im Blickpunkt.

Besuch aus Römerstein

Die „Freunde alter Technik Römerstein“ kamen ebenso mit ihren alten Traktoren angetuckert wie Fahrer aus allen anderen Himmelsrichtungen, von der Alb bis Tübingen. Doch in diesem Jahr kamen mehr Autos als Traktoren nach Grafenberg. „Das hat sich geändert im Laufe der Jahre, es werden immer mehr Autos“, stellte Hermann Bader vom Organisationsteam fest. Das schmälert aber bei rund 350 Fahrzeugen insgesamt schon am frühen Nachmittag keineswegs die Attraktivität der Oldtimerschau, denn immer wieder sind „neue“ Modelle dabei. Außerdem wechseln die Fahrzeuge tagsüber, denn manche bleiben nur zwei, drei Stunden und fahren weiter zu anderen Treffen, andere kommen nachmittags von Ausfahrten oder anderen Oldtimertreffpunkten vorbei.

In diesem Jahr waren auch vergleichsweise viele Zweiräder zu bestaunen. Mancher Besucher hat auch vor allem Interesse an Ersatzteilen und Zubehör, die ebenfalls angeboten werden, und vor allem auch an Gesprächen mit Gleichgesinnten.Und noch ein Artikel wurde gerne gekauft: Sonnenhüte und andere Kopfbedeckungen waren gefragt Und das nicht nur von Cabriofans, sondern vor allem von Besuchern, die länger blieben als geplant, „weil hier so viele tolle Autos stehen, die man noch von früher kennt.“ Da wurde manch einem eben nicht nur heiß ums Herz beim Gedanken an die erste Ausfahrt mit der Jugendliebe, sondern die Sonne erwärmte auch den Kopf. Heiß begehrt waren deshalb schattige Plätze, um eine Pause einzulegen, bevor es auf die Heimfahrt ging.

350


Fahrzeuge wurden am frühen Nachmittag auf dem Festplatz rund um die Rienzbühlhalle gezählt. Darunter waren viele Autos, aber auch Traktoren und Zweiräder.