Grabenstetten Grabenstetter Piloten holen auf

Den Segelfliegern bot sich am Samstag ein hervorragender Blick auf die Vordere Alb und das Ermstal. Foto: Marc Schneider
Den Segelfliegern bot sich am Samstag ein hervorragender Blick auf die Vordere Alb und das Ermstal. Foto: Marc Schneider
MS 24.05.2013
Nach mehreren verregneten Wochenenden standen die Grabenstetter Flieger auf den Abstiegsrängen der zweiten Segelflug-Bundesliga. Nach dem Pfingstwochenende scheint nun die Trendwende geschafft.

Alle verfügbaren Flugzeuge der Fliegergruppe verbrachten den Samstag in der Luft. Die Schwäbische Alb zeigte sich an diesem Tag von ihrer besten Seite. Die hervorragende Fernsicht bot den Fliegern ein beeindruckendes Alpenpanorama. Zahlreiche kräftige Aufwinde trugen die Flugzeuge in die Höhe und ermöglichten große Geschwindigkeiten. Besonders schnell unterwegs war der Lenninger Patrick Kutschat.

Mit seinem Hochleistungsflugzeug vom Typ Nimbus 3, einem Koloss mit fast 26 Metern Spannweite, flog er bis nach Regensburg und wieder zurück, eine Gesamtstrecke von fast 500 Kilometern. Kutschats Pläne gingen gar noch weiter: "Eigentlich wollte ich bis nach Tschechien hinein fliegen, aber das Wetter war ab Regensburg schlechter", erläutert er nach dem Flug. Fast eine halbe Stunde wertvoller Zeit habe es ihn gekostet, dort wieder ausreichend Höhe zu gewinnen, um den Rückflug anzutreten zu können. Trotzdem lieferte er für die Liga-Wertung eine hervorragende Geschwindigkeit von 108 Kilometern pro Stunde. Damit war er der schnellste Pilot aus Grabenstetten, hinter ihm folgten Robert Häußler und Jürgen Theiss. Am regnerischen Pfingstsonntag konnten die Piloten der Fliegergruppe Grabenstetten dagegen nicht punkten, doch die guten Ergebnisse vom Samstag reichten heuer für Rundenplatz sechs. Bei 27 Vereinen, die Wertungsflüge zustande brachten, sind die Grabenstetter damit durchaus zufrieden. Sie verlassen nun die Abstiegsränge und sind nach den Wetterkapriolen der vergangenen Wochen im sportlichen Geschehen der Segelflugbundesliga zurück. Der Rundensieg ging diesmal nach Bayern an die Piloten aus Landsberg am Lech, Platz zwei belegte die Fliegergruppe Blaubeuren.