Das Wetter meinte es am vergangenen Wochenende nur teilweise gut mit den Glemsern: Während es am Samstagabend trocken blieb, kamen die Besucher des Glemser Weihnachtsmarktes am Sonntag immer wieder in Regenschauer hinein – gut, wer sich da einen Regenschirm mitgebracht hatte. Der guten Stimmung freilich tat das Wetter keinen Abbruch, rund um die Stehtische versammelten sich bei jedem Wetter kleine Grüppchen, um bei guter Laune zusammen zu feiern und den ein oder anderen Glühwein zu trinken.

Auch generell ließen sich die Besucher den Weg nach Glems trotz des ungemütlichen Wetters nicht nehmen, davon zeugte schon die bis zum Ortsbeginn zugeparkte Durchgangsstraße. Aber auch auf dem Fuß- und Radweg nach Neuhausen herrschte ein reger Verkehr. Kein Wunder, denn die Besucher wussten, was sie am Glemser Weihnachtsmarkt haben: Einen äußerst liebevoll gestalteten Markt, eine große Regionalität an den Verkaufsständen, die allesamt einen Bezug zum Ort haben mussten, und dazu die beschauliche Kulisse des Ortskerns „Rond oms Rathaus“.

Glemser Spezialitäten

Ob Jagdgemeinschaft, Bauwagen, Turn- und Sportverein oder auch der Förderverein Obstbaumuseum – alle Vereine und Gruppen aus dem Ort hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, während im Backhaus fleißig gearbeitet wurde. Backhausbrot war ebenso nachgefragt wie die „Glemser Kartoffelspiralen“ – und wurde stilecht in eigens gestalteten Tüten verkauft: „Steckt Glems drin“.

Krippenspiel mit vier Aufführungen

Eine besondere Glemser Tradition ist dabei das Krippenspiel, welches am Wochenende insgesamt vier Mal vorgeführt wurde. Die Akteure, drei bis 15 Jahre alt, spielten dabei die Weihnachtsgeschichte nach – mit Ponys, tollen Kostümen und fließend auswendig gelernten Texten. „Unsere Jugendlichen Mitarbeiter sind zum Teil schon dabei, seit sie selbst drei Jahre alt waren“, freut sich  Kerstin Maisch aus dem Organisationsteam um Vanessa Knobelspies. „Die haben schon alle Rollen durch.“ 

Impressionen vom Glemser Weihnachtsmarkt

Glemser Weihnachtsmarkt Impressionen vom Glemser Weihnachtsmarkt

Seit Oktober probten die Kinder zusammen und lernten ihre Texte. „Wir diskutieren jedes Mal, ob wir die Texte nicht modernisieren sollen, bleiben dann aber doch bei der klassischen Weihnachtsgeschichte“, verrät Maisch. Die Zuhörer dürften es danken, weckt der Text doch wohl in jedem Besucher die Erinnerung an Weihnachten. Wer die Weihnachtsgeschichte der Kinder der Glemser Kirchengemeinde am Wochenende verpasst hat, hat am kommenden Sonntag  nochmals die Gelegenheit: Beim Kinderweihnachtsgottesdienst um 16 Uhr.