Ehrenamt  Gleich drei Macher nehmen Abschied

Beim Albverein herrscht derzeit keine Personalnot. Für die aus der Führungsriege scheidenden Ehrenamtlichen um den Vorsitzenden Michael Hauser (rechts) hat die Ortsgruppe Ersatz gefunden.
Beim Albverein herrscht derzeit keine Personalnot. Für die aus der Führungsriege scheidenden Ehrenamtlichen um den Vorsitzenden Michael Hauser (rechts) hat die Ortsgruppe Ersatz gefunden. © Foto: Privat
swp 11.02.2019

Die Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Metzingen des Schwäbischen Albvereins, dieses Mal mit Neuwahlen, fand in lockerer und gelöster Stimmung statt. Vielleicht hatte es sich herumgesprochen, dass – entgegen des bei anderen Vereinen zu beobachtenden Trends – Kandidaten für alle neu zu besetzenden Posten gefunden werden konnten.

Aber der Reihe nach: Der Erste Vorsitzende Michael Hauser blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres zurück. Die Mitgliederzahl hat sich kaum geändert, sie beträgt 915. An 71 Veranstaltungen wie Wandern, Radfahren, Klettern, die von 22 Wanderführern geleitet wurden, nahmen 1425 Teilnehmer teil. Zu deren Vorbereitung wurden etwa 1900 ehrenamtliche Stunden aufgewendet.

Das ist nur die für die Statistik gemeldete Vorbereitungszeit, denn die Organisation erfordert auch viele Überlegungen zum Programm, Studium von Wanderbüchern und –karten, Telefonate und vieles mehr, was meist gar nicht erfasst wird. Dazu kommen Tätigkeiten wie Beteiligung großer und kleiner Albvereinler an der jährlichen Markungsputzete, Erhaltung der Wanderwege und Naturschutzarbeiten. Letztere dienen besonders dem Erhalt der Artenvielfalt (Orchideen) auf einer bereits jahrelang betreuten Wiese in Glems und der Pflege des Florian. Nicht zu vergessen die vielfältigen Angebote für Kinder und Familien.

Gern besucht wird das im Herbst in der Festkelter stattfindende Fahrtenliedersingen, und die langjährigen Mitglieder werden als Jubilare außerhalb der Jahreshauptversammlung gewürdigt und geehrt. Einen kurzen Überblick über die erfolgreichen Veranstaltungen der Skizunft gab deren Vorsitzender Mathias Koch.

Auch finanziell steht der Albverein gut da, und die umsichtige und verantwortungsvolle langjährige Arbeit der Schatzmeisterin Christine Freyer konnte gelobt werden. Nach so vielen positiven Nachrichten konnten Vorstand und Schatzmeisterin einstimmig entlastet werden. Die Entlastung nahm Eugen Kramer als stellvertretender Vorsitzender des Ermsgaus vor. Er betonte, dass die zahlreiche Teilnahme an der Mitgliederversammlung die Haltung der Anwesenden zum Albverein deutlich ausdrücke und hob die Bedeutung des Ehrenamts, des oft zeitaufwendigen Engagements für andere hervor. Die angekündigte Satzungsänderung bezog sich auf die Aufnahme einer Datenschutzerklärung und wurde einstimmig angenommen. Von seinem Amt als zweiter Stellvertreter trat Wilhelm Mändle zurück, der darüber hinaus seit 1993 als Wanderführer tätig ist und unter anderem die legendär gewordenen S-Bahn-Wanderungen in und um Stuttgart einführte.

In sein Amt wurde Eckart Ruopp gewählt, der Erfahrungen aus Tätigkeiten in anderen Vereinen mitbringt. Wilhelm Mändle bleibt Seniorensprecher und wacht weiterhin über die beliebten Seniorenwanderungen. Auch Sylvia Friedl, die langjährige Leiterin der Jugend- und Familienarbeit, die diese aufgebaut und mit Leben erfüllt hat, trat zurück. Sie wird durch Hubert Bildstein ersetzt, der sich bisher bereits in die Jugend- und Familienarbeit eingebracht hat.

Auch Christine Freyer, die mehr als 17 Jahre lang die Finanzen der Ortsgruppe mustergültig betreut hat, trat zurück. Ihr Amt wurde von Thomas Burnikel übernommen. Den Zurückgetretenen wurde Dank für ihr Engagement ausgesprochen, den „Neuen“ für ihre zukünftige Arbeit alles Gute gewünscht.

Der Ehrenvorsitzende Dr. Dieter Feucht drückte seine Erleichterung und Freude darüber aus, dass nach wie vor ein funktionsfähiger Vorstand die Ortsgruppe leitet und gut mit der Skizunft zusammenarbeite.

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Wanderführer haben bei der Metzinger Albvereins-Ortsgruppe im vergangenen Jahr 2018 rund 71 Veranstaltumgen geleitet. Beteiligt haben sich fast 1500 Interessierte.

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