Dettingen / Christina Hölz

Krisensitzung bei Daimler in Untertürkheim – ordentliche Einbrüche bei der Gewerbesteuer in Dettingen: Sind das schon erste Anzeichen einer bald schwächelnden Konjunktur? „Sämtliche Prognosen fallen derzeit enorm schwer“, sagt Daniel Gönninger, Finanzchef in der Ermstalgemeinde.

Gewerbesteuer rutscht in den Keller

Dieser Tage hat der Endzwanziger keinen leichten Job. Was die Steuereinnahmen der Kommune angeht, sind die ersten Vorabmeldungen aus den Dettinger Betrieben im Rathaus eingetroffen. Und die verheißen zunächst nichts Gutes: Gönniger rechnet damit, dass die Gewerbesteuer in Dettingen um eine „hohe sechsstellige Summe“ in den Keller rutscht.

Dettingen geht neue Wege, was Fundsachen angeht: Fahrräder, Ringe, Handys und mehr werden im Internet versteigert.

Sicher, Klarheit hat die Verwaltung noch nicht. Doch statt der veranschlagten gut acht Millionen Euro Gewerbesteuer für 2019 könnte die Gemeinde am Ende des Jahres durchaus nur sieben Millionen auf der Habenseite verbuchen, lässt der Kämmerer durchblicken. Weniger Geld aus den Betrieben – das stresst gerade in diesem Jahr die Gemeindevorderen: Bekanntlich hängt die Gemeinde Dettingen noch immer in der Finanzierung für das 18-Millionen-Projekt namens Schillerschule. Der kommunale Haushalt für 2019 ist auf Kante genäht. Genehmigt wurde der Etat nur unter Gesichtspunkten des alten, kameralistischen Haushaltsrechts. Bürgermeister Michael Hillert und Kämmerer Daniel Gönninger haben jetzt die Notbremse gezogen und für alle Abteilungen im Rathaus eine „haushaltswirtschaftliche Sperre“ verhängt.

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