Naturfreunde haben schon lange bemerkt, dass die Schmetterlingsbestände stark zurückgehen. Das betrifft sogar Zitronenfalter, Tagpfauenauge und den früher so häufigen Kohlweißling, teilt die Nabu-Ortsgruppe Metzingen mit. Der wichtigste Grund für diese unerfreuliche Entwicklung ist die schwindende Pflanzenvielfalt, sogar in den Gärten, wie der Nabu erklärt. Jetzt, im Herbst sei die richtige Zeit, um für die Insekten den Tisch für das nächste Jahr zu decken. Dabei gelte: So vielfältig wie ihr Aussehen sind auch die Nahrungsvorlieben der Schmetterlinge und ihrer Raupen. Jede Art hat ihre ganz spezifischen Futterpflanzen. Einige sind sogar auf eine einzige Futterpflanze angewiesen. So ernährt sich die Raupe des Tagpfauenauges ausschließlich von Brennnesseln. Das Tagpfauenauge selbst ist dagegen nicht ganz so wählerisch und saugt den Nektar von Weidenkätzchen, Seidelbast und Huflattich. Andere Arten besuchen Schmetterlingsflieder, Phlox, Schleifenblumen und Zinnien. Zitronenfalter mögen den Faulbaum, Salweiden sind gleich für mehrere Arten wie C-Falter, Abendpfauenauge und Mondvogel (beides sind Nachtfalter) attraktiv. Der Nabu bittet Gartenfreunde, die jetzt daran denken, Pflanzen zu setzen, bei der Auswahl auch an Schmetterlinge zu denken und sich auf einheimische Pflanzen zu beschränken. Exoten, auch wenn sie im nächsten Jahr noch so schön blühen, nützen den Schmetterlingen nichts; das gelte auch für die meisten anderen Insekten.

Viele weitergehende Informationen zu diesem Thema bietet die Broschüre „Das Schmetterlings-Gartenjahr“, das beim Nabu Baden-Württemberg, Tübinger Straße 15, 70178 Stuttgart (www.nabu-bw-shop.de), bestellt werden kann.