Das Thema Funk- beziehungsweise Elektrosmog und mögliche damit verbundene gesundheitliche Beeinträchtigungen ist langfristig noch nicht untersucht, weil es entsprechende Daten dazu schlichtweg noch nicht lange genug gibt. Daher wird in der aktuellen Rechtssprechung derzeit grundsätzlich davon ausgegangen, dass von Funkmasten keine Gesundheitsgefährdung der in der Umgebung lebenden Personen vorliegt. "Nach fachlichem und medizinischem Ermessen ist von keiner Gefährdung auszugehen", zitierte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler.

Dies gilt auch für die Sender auf der Alten Samtfabrik, die in der vergangenen Woche dort montiert worden sind. "Eine Standortbescheinigung liegt vor. Danach ist von keiner Gesundheitsgefährdung auszugehen", erklärte Fiedler in der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend. Daher gebe es auch keine Möglichkeit der Einflussnahme seitens der Stadtverwaltung auf diesen Standort.

Federführend bei der Genehmigung von Standorten ist stattdessen die Bundesnetzagentur. "Wir sind auch nur sehr kurzfristig über die Änderung informiert worden und haben, wie gesagt, darauf keinen Einfluss", so Fiedler.

Im Übrigen wies Fiedler darauf hin, dass der Standort des Funkmastens keineswegs neu ist, sondern die Antennen nur nach dem Umbau der Alten Samtfabrik wieder am früheren Standort installiert und in Betrieb genommen wurden.