Neckartenzlingen Für ein zeitgemäßes Miteinander

Auf zu neuen Wegen: Die Zukunftswerkstatt setzt sich auch mit dem Thema „demografischer Wandel“ auseinander.
Auf zu neuen Wegen: Die Zukunftswerkstatt setzt sich auch mit dem Thema „demografischer Wandel“ auseinander. © Foto: Peter Swoboda
Neckartenzlingen / Peter Swoboda 23.06.2018

Bürgermeisterin Melanie Gollert hat ihr Vorhaben, für mehr Bürgerbeteiligung in Neckartenzlingen zu sorgen, weiter vorangetrieben. Nachdem sich im Februar die sogenannte Bilanzwerkstatt getroffen hatte, um festzustellen, wo die Gemeinde steht und wohin sie und ihre Bürger wollen, und was konkret getan werden kann, geht es nun am Samstag, 23. Juni, in die Zukunftswerkstatt.

Wieder treffen sich Freiwillige in der Melchior-Festhalle, um einen Tag lang zu diskutieren und zu erarbeiten, wie Neckartenzlinger im Jahr 2030 leben sollen. In der Zukunftswerkstatt soll auch überlegt werden, so Bürgermeisterin Melanie Gollert, wie man in der Gemeinde am Zusammenfluss von Neckar und Erms die Chancen und Risiken des demografischen Wandels positiv nutzen könnte. Dabei verwendet die Gemeinde das kommunale Managementverfahren Baden-Württemberg des Ministeriums für Soziales und Integration.

„Bei der Zukunftswerkstatt am Samstag“, sagte die Bürgermeisterin, „ist es wichtig, Zielvorstellungen für die zukünftige Ausrichtung der Gemeinde gemeinsam mit der Bürgerschaft zu entwickeln, um ihren gebündelten Sachverstand, ihr kreatives Potenzial und ihre Bereitschaft zum Ehrenamt in Erfahrung zu bringen.“ Um die richtigen Weichenstellungen für eine bürgerfreundliche Kommune treffen zu können, müsse man die tatsächlichen Bedürfnisse der Bürger erfahren.

Bürgernah und gerecht

Bei dem Treffen am Samstag soll zunächst die Ausgangssituation festgestellt werden, etwa entlang der Frage: Wie familienfreundlich und bürgergerecht, wie bürgernah und zukunftsfähig Neckartenzlingen ist. Die Überschrift der Zukunftswerkstatt lautet daher: „Neckartenzlingen im Jahr 2030 – wie wir künftig zusammen leben wollen“.

Um dieser Frage effektiv nachgehen zu können, werden am Samstag vier Arbeitsgruppen gebildet. In Gruppe A geht es um das junge Neckartenzlingen: Wie müssen die Betreuungs- und Bildungslandschaften für Kinder und Jugendliche gestaltet sein, damit die Gemeinde auch künftig als Lebensmittelpunkt für junge Menschen und ihre Eltern attraktiv bleibt?

Die zweite Gruppe befasst sich mit Wohnraum und lebendigen Quartieren und der Frage, wie können lebendige Nachbarschaften und Quartiere weiterentwickelt werden und zwar für alle Generationen? In der Arbeitsgruppe C soll es um Wohnen und Leben im Alter gehen. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie Wohnen, Nahversorgung, Mobilität und öffentlicher Raum für die Menschen gestaltet sein müssen, damit für alle eine aktive Teilnahme am öffentlichen Leben und ein selbstbestimmtes Älterwerden in der gewohnten Umgebung möglich und bezahlbar ist? In der vierten Gruppe soll es um Infrastruktur und Daseinsvorsorge für Jung und Alt gehen. Dabei soll es um die Frage gehen: Wie können die demografischen Herausforderungen und Chancen in eine ganzheitliche kommunale Demografie-Strategie übersetzt werden, die von allen relevanten Akteuren und von der Bürgerschaft mitgetragen und umgesetzt wird.

Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen werden dann nach der Mittagspause im Plenum vorgetragen. Am Ende des Tages soll ein Aktionsplan stehen. Bürgermeisterin Melanie Gollert hofft, dass die Teilnehmer an der Zukunftswerkstatt ihr Wissen und die Informationen weitergeben, um möglichst viele Bürger für das Zukunftsprojekt zu interessieren, wenn nicht gar zu begeistern. Denn es soll möglichst ein Netzwerk geschaffen werden, um Quartiere zu entwickeln, in denen die Menschen, die dort leben, ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt werden selbstredend in einem Kompendium zusammengefasst. Im Oktober geht es weiter, dann treffen sich die Teilnehmer in der Bilanzwerkstatt ­wieder.

Die Teilnahme an der Zukunftswerkstatt

Wer sich für die Neckartenzlinger Zukunftswerkstatt am Samstag, 23. Juni, von 10 bis 16.30 Uhr in der Melchior-Festhalle nicht angemeldet hat, aber kurzentschlossen doch noch teilnehmen möchte, kann dies tun.
Einfach hingehen und mitmachen. Es wird auch ein Mittagessen angeboten.

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