Der Frühjahrsputz steht an, und auch viele Gemeinden in der Region rufen da zur Markungsputzete auf. In Dettingen, Riederich und Pliezhausen war es am Samstag so weit. Hunderte von Freiwilligen trafen sich an den Bauhöfen der Gemeinden und machten sich, ausgerüstet mit Handschuhen, wetterfester Kleidung, Müllzangen und -säcken auf ins Gelände, um wild entsorgten Müll aufzusammeln.  Dabei ist es immer unglaublich, was so manch einer einfach im freien Gelände entsorgt, anstatt es ordnungsgemäß in den Müll zu werfen.

Klamotten, Plastikverpackungen, leere Flaschen bis zu Fernsehbildschirmen, Parkbänken, Autoreifen, Fahrräder oder Sofas fanden die Putzer. Rund 220 Bürger waren in Dettingen unterwegs, eine Zahl, über die sich Bauhofleiter Georg Schnitzler sehr freute, „das sind rund 60 mehr als vor zwei Jahren“, erzählt er. Auch in Riederich war die Resonanz größer als sonst. „Wir waren rund 100 Leute“, sagt Bürgermeister Tobias Pokrop, etwa zehn mehr als 2016. Alle drei Jahre wird die Aktion in Riederich gemacht, geputzt wird auch hier die gesamte Gemarkung, entlang der Straßen und Feldwege und teilweise bis zum Waldrand.

Vom Kindikind bis zum Rentner

Dabei kommen die Helfer aus allen Altersklassen und von vielen unterschiedlichen Vereinen. Vom Kindergartenkind bis zum Rentner reichte das Spektrum, Einzelpersonen waren ebenso dabei wie Gruppen aus etlichen Vereinen oder Organisationen. Gerade die Kleinen lernen dabei eindrücklich, dass Müll nicht einfach in die Landschaft geworfen werden sollte.  Die Ortschaften werden für die Aktion in Gebiete aufgeteilt und die Helfer dann entsprechend zugewiesen.

  Leider seien solche Aktionen regelmäßig notwendig, erklären die Organisatoren, denn der wilde Müll nimmt ständig zu. Statt den Unrat mitzunehmen oder in Mülltonnen zu werfen, landet er im Gebüsch oder am Straßenrand. Ein paar Stunden waren die Helfer am Samstag unterwegs und haben dabei ordentlich eingesammelt. Rund vier Kubikmeter waren es in Riederich, die Dettinger haben knapp sechs Tonnen zusammengebracht. Dank der vielen Helfer war die Markungsputzete schon nach rund drei Stunden erledigt. „Das ist klar,“ betonte Pokrop, „wenn viele mitmachen, kann man innerhalb recht kurzer Zeit auch viel leisten.“ Was auch für die anderen Orte galt. Zur Belohnung gab es dann für alle Helfer im Bauhof noch ein gutes Vesper.

220


Bürger haben in Dettingen die Gemarkung geputzt, und damit stolze 60 mehr als 2017, in Riederich waren es in diesem Jahr mit 100 auch mehr als in früheren Aktionen.