Video Welle gebrochen? Weniger Neuinfektionen und Todesfälle

  • Greift die Bundesnotbremse gilt eine Testpflicht beim Friseur auch in Baden-Württemberg
  • Was gilt beim Friseur, wenn die Inzidenz unter 100 liegt?
  • Welchen Test beim Friseur?
Ein negativer Test aus einem Testzentrum, von einer Apotheke, abgenommen von geschultem Personal vor Ort oder beaufsichtigt von einem „geschulten Dritten“ – das waren bislang die Corona-Regeln für den Friseurbesuch. Doch das hatte sich nicht überall herumgesprochen, Konfusion herrschte an vielen Stellen. Nun hat das Ministerium nachgeschärft – nicht nur, aber auch für Friseure.

Schnelltest oder Selbsttest - Welchen Test beim Friseur?

Jetzt heißt es konkret, dass ein zertifizierter Selbsttest mitgebracht und im Salon gemacht werden kann, beaufsichtigt und bescheinigt von einem „geeigneten“ Dritten beaufsichtigt. Das kann auch eine im Salon beschäftigte Person sein. Der bescheinigte negative Test gilt für die nächsten 24 Stunden auch bei anderen geöffneten Einrichtungen und Dienstleistungen. Anerkannt werden auch Testnachweise von anderen Stellen wie Unternehmen oder Schulen.

Der Besuch beim Friseur wurde erschwert und verkompliziert

„Als die letzte Corona-Verordnung am 24. April in Kraft getreten war, wurden wir in der Kammer regelrecht von Fragen von Friseurinnen und Friseuren überschwemmt“, berichtet Harald Herrmann, Präsident der Handwerkskammer Reutlingen. „Also wurden viele Friseurtermine wieder abgesagt. Was wiederum den Salonbesitzerinnen und Salonbesitzern missfallen hat.

Corona-Regeln für Friseure geben mehr Planungssicherheit für Salons und Kunden

Um Planungssicherheit für Betriebe zu schaffen, drängte die Handwerkskammer Reutlingen gemeinsam mit drei weiteren baden-württembergischen Kammern und dem Baden-Württembergischen Handwerkstag beim Sozialministerium auf Klarstellungen der Corona-Verordnung. Die Landesregierung zeigte sich offen für die Hinweise aus der betrieblichen Praxis und setzte die Änderung schnell um.

Sind Friseure impfberechtigt?

Friseurinnen und Friseure können nur im engen Kontakt mit den Kunden arbeiten. Aktuell (Stand 06.05.) sind sie in Baden-Württemberg jedoch nicht impfberechtigt. Das Land hat jedoch angekündigt, dass Berufsgruppen wie Friseurinnen und Friseure ab Mitte Mai impfberechtigt sein werden. Alle Informationen zu Termin, Registrierung und Reihenfolge gibt`s hier.

Friseur Inzidenz unter 100: Das gilt unabhängig von der Notbremse

Sinkt die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100, greift die Notbremse nicht mehr. Doch auch dann gelten bestimmte Regeln für Salons:
  • Bei den Behandlungen müssen sowohl die Kunden als auch die Beschäftigen eine medizinische Maske oder eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.
  • Beim Angebot von Dienstleistungen, bei denen eine solche Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, müssen Kunden (auch Kinder) den Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder einer bestätigten Infektion vorlegen.
  • Wenn körpernahe Dienstleistungen angeboten werden, bei denen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, braucht es für die Mitarbeitenden der Betriebe außerdem ein Testkonzept.
  • Die Kontaktdaten der Kunden müssen vor Ort zur möglichen Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden. Die Bestimmungen wurden zum 19. April erweitert.
  • Eine Behandlung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung erlaubt.

Neue Corona-Regeln BW: Das gilt ab Freitag 15.05. bei Außengastronomie und Hotels

In Baden-Württemberg sinken die Corona-Infektionszahlen. Ab Freitag wird es wohl Öffnungen für Gastronomie, Tourismus, Bäder, Badeseen, Einzelhandel und Museen geben. Allerdings sind die neuen Regeln immer noch an Inzidenzwerte geknüpft.

Inzidenzwert aktuell Deutschland – Inzidenz von BW über Bayern bis Brandenburg

In Deutschland sinkt die Inzidenz zuletzt leicht. Dabei ist zu beachten, dass die Fallzahlen an Feiertagen sowie sonntags und montags meist generell niedriger ausfallen, da nicht immer so häufig auf das Coronavirus getestet wird und nicht alle Ämter ihre Daten aktuell übermitteln. Der Inzidenzwert in Baden-Württemberg ist auch heute (Stand: Freitag, 14. Mai) noch einer der höchsten in ganz Deutschland, ebenso der von Bayern. An der Spitze sind aber weiter Thüringen und Sachsen. Doch wie stehen die einzelnen Bundesländer im Vergleich da? Wo ist die Inzidenz am höchsten und wo am niedrigsten? Hier der Überblick:
  • 148,5 - Thüringen
  • 133,9 - Sachsen
  • 119,1 - Baden-Württemberg
  • 109,0 - Hessen
  • 103,4 - Nordrhein-Westfalen
  • 103,4 - Sachsen-Anhalt
  • 101,8 - Saarland
  • 95,3 - Bayern
  • 83,0 - Rheinland-Pfalz
  • 74,7 - Bremen
  • 72,3 - Brandenburg
  • 71,9 - Mecklenburg-Vorpommern
  • 71,5 - Berlin
  • 68,3 - Niedersachsen
  • 56,1 - Hamburg
  • 42,8 - Schleswig-Holstein

Video Geimpften-Verordnung tritt am Sonntag in Kraft

7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg wieder gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist am Dienstag weiter gesunken: Im landesweiten Schnitt wurde innerhalb der vergangenen Woche bei 131,8 von 100.000 Einwohnern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Vortag hatte der Wert bei 140,6 gelegen, vor einer Woche bei 161,3.

Neue Corona-Regeln bei Einreise für Geimpfte und Genesene ab 13.05.2020

Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland sollen von diesem Donnerstag (13.05.2021) an bundesweit einheitliche Corona-Regeln greifen. Keine Test- und Quarantäne-Pflicht mehr für vollständig Geimpfte und Genesene - außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin sagte.
Laut einer vom Bundeskabinett beschlossenen Verordnung sollen auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise mit einem negativen Test vermeiden können - wenn sie aus einem so genannten „Risikogebiet“ mit höheren Infektionszahlen kommen. Dafür muss man aktiv belegen, dass man negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen eines Nachweises bei der digitalen Einreiseanmeldung. Möglich sind Schnelltests, die nicht älter als 48 Stunden sind, oder maximal 72 Stunden alte PCR-Tests.

Erleichterung beim Sommerurlaub durch neue Corona-Regeln für Einreise

Die Regelung soll auch Reisen im Sommer in Europa erleichtern, wie das Ministerium erläuterte - etwa, wenn geimpfte Eltern zusammen mit nicht-geimpften Kindern reisen.
Der Deutsche Reiseverband sprach von einem „Signal der Zuversicht“, das Urlaubern und Anbietern wieder eine positive Perspektive eröffne. „So haben auch diejenigen, die noch keine Möglichkeit hatten geimpft zu werden, die Möglichkeit, ohne Quarantäne zu verreisen“, sagte Präsident Norbert Fiebig. Einem Sommerurlaub am Mittelmeer, nach dem sich so viele Menschen sehnten, stehe nichts mehr im Weg. Jedoch verlängere die Bundesregierung auch die Ende März eingeführte generelle Testpflicht für Einreisen per Flugzeug.
Spahn sagte, die Verordnung lege erstmals einheitliche Regeln zu Einreise-Vorgaben fest, nachdem es bisher Verordnungen der Länder gab. Wie Reiseländer für deutsche Urlauber eingestuft werden, ist auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zu sehen. Zentraler Faktor für die Einstufung als „Risikogebiet“ sind mehr als 50 gemeldete Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.