Landesweit gelten nach wie vor strenge Verordnungen der Regierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus. Bislang sind diese strengen Kontakt- und Abstandsregeln bis zum 29. Juni angeordnet. Doch was bedeutet das für die Freibäder in der Region?
Tourismusminister Guido Wolf (CDU) gab bekannt, dass bis zum 6. Juni „mindestens Schwimmbäder in Hotels sowie Heil- und Thermalbäder“ wieder geöffnet werden sollen. Dadurch sollen die schwer von der Corona-Krise getroffenen Hotelbetriebe unterstützt werden.

Bis zum 6. Juni nur Schwimmkurse

Auch wenn diese Aussage andeutet, dass auch die Freibäder bald wieder ihre Tore öffnen, steht noch aus, ob diese so kurzfristig reagieren können, um alle erforderlichen Schutzmaßnahmen einzuleiten. Sollte die Ankündigung Guido Wolfs für den 6. Juni auch für Freibäder gültig sein, lässt sie nämlich wenig Zeit um Vorkehrungen für den allgemeinen Badebetrieb zu treffen.
Am 22. Mai verkündete das Kultusministerium bereits, dass die „Öffnung von Schwimm- und Hallenbädern, allerdings nur zum Zweck der Durchführung von Schwimmkursen“, ab dem 2. Juni vorgesehen ist. Das bedeutet, viele Bäder werden zumindest für Wasserkurse mit Abstandsregelung zur Verfügung stehen.

Wellenfreibad Markwasen Reutlingen

Die Stadtwerke Reutlingen werden sowohl Frei-, wie auch Hallenbäder weiterhin auf unbestimmte Zeit geschlossen lassen. Das Wellenfreibad Markwasen in Reutlingen sollte traditionsgemäß schon am 1. Mai öffnen. Dies ist nun nicht mehr möglich. Sollten die strengen Kontakt- und Abstandsregeln jedoch wieder gelockert oder sogar aufgehoben werden, werden auch die Bäder der Stadtwerke Reutlingen wieder öffnen, wie das kommunale Unternehmen auf Anfrage mitteilt. Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten in Reutlingen finden Sie auf der Homepage der Stadtwerke Reutlingen.
Coronavirus Kreis Göppingen Kein erhöhtes Risiko im Schwimmbad

Göppingen

Schönbergbad Pfullingen

Die selben Umstände sorgen auch dafür, dass sich die Öffnung des Pfullinger Schönbergbades, das eigentlich am 10. Mai sollte, auf unbestimmte Zeit verzögert. Holger Tews, Leiter der städtischen Bäder erklärt. „Unsere Schwimmbecken sind gefüllt und wir arbeiten eigentlich auch so, dass wir öffnen könnten. Doch gerade gilt es abzuwarten, wie es mit dem Coronavirus weitergeht und welche Konsequenzen noch folgen.“ Sollte es eine Verlängerung der Kontakt- und Abstandregeln geben, werde sich auch die Öffnung des Freibades nach Hinten verschieben, betont Tews. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stadt Pfullingen.

Waldfreibad Eningen

Auch im Wildfreibad Eningen, das sich derzeit noch im Umbau befindet, möchte man die Beschlüsse der Landesregierung abwarten. Noch gehen die Verantwortlichen davon aus öffnen zu können, allerdings richte man sich nach den Verordnungen um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Freibad Metzingen

Auch die Verantwortlichen der Stadtwerke Metzingen als Betreiber des Freibads, können noch keine konkreten Aussagen treffen. Anja Fritsche, Mitarbeiterin der Stadtwerke, erklärte auf Anfrage, dass man sich an den Vorgaben der Landesverordnung orientiere und dementsprechend abwarte. „Eigentlich haben wir meistens ab Mitte Mai geöffnet. Dieser Eröffnungszeitraum ist allerdings ungewiss.“ Klar sei, dass das Metzinger Freibad aufmachen werde, sobald es die Erlaubnis dazu gäbe.

Freibad Dettingen

Michael Gutmann vom Dettinger Freibad befindet sich mit seinen Mitarbeitern eigentlich bereits seit 1. April in der Vorbereitung. Die Becken werden gereinigt, die Technik gewartet. Allerdings ist auch Gutmann unsicher wie es mit dem Dettinger Freibad für dieses Jahr noch weitergeht. „Wir harren der Dinge, die da noch kommen“, sagt er. Auch das Dettinger Freibad sei in der Lage jederzeit zu öffnen, sobald die Abstands- und Kontaktregeln aufgehoben werden würden. Gutmann vermutet aber, dass sich die Besucher auf Einlassbeschränkungen einstellen müssen: „Im Wasser selbst ist das kein Problem, da das Chlor die Bakterien abtötet. Allerdings muss beispielsweise auf der Liegewiese ein Mindestabstand eingehalten werden. Das könnte schwierig werden.“

Höhenfreibad Bad Urach

Eigentlich sollte das Bad Uracher Höhenfreibad zum 10. Mai wieder eröffnen. Dafür sollte kommende Woche auch der Vorverkauf der Jahreskarten beginnen. Doch aufgrund des Coronavirus und seinen Folgen wurde dieser Plan vorerst auf Eis gelegt. Auch in Bad Urach möchte man die Verordnungen der Landesregierung abwarten und kurzfristig entscheiden. Geplant sei jedoch eine Eröffnung Mitte Juni. Aktuelle Informationen sind auf der Internetseite der Stadt zu finden.

Höhenfreibad Neuffen

Die Stadt Neuffen plant vorerst auch ohne konkretes Eröffnungsdatum. Eigentlich wäre der 16. Mai offizieller Termin für die Eröffnung gewesen. Allerdings warte man einen endgültigen Beschluss zur Öffnung der Freibäder durch die Landesregierung weiter ab. Aktuelle Informationen zum Höhenfreibad Neuffen finden Sie auf der Internetseite der Stadt.