Die TusSies wurden vom Anpfiff an dem gerecht, was man Favoritenrolle nennt. Wobei man in diesem speziellen Fall auch von einem Klassenunterschied reden kann. Ketsch versuchte es mit diversen Abwehrformationen, wechselte munter die Torhüterinnen, konnte den Tatendrang der Pink Ladies aber nie stoppen. Die führten nach zehn Minuten mit 8:0. Madita Kohorst hatte bis dahin eine Parade stehen. Die Bären verloren also schon viel auf dem Weg Richtung Tor.  Wichtiger Eckpfeiler in Halbzeit eins war das 15:5 (20.). Da war der Vorsprung erstmals zweistellig. Beim 19:8 zum Seitenwechsel kam bei den Zuschauern fast schon ein bisschen Langeweile auf. Sie ließen es sich aber nicht anmerken.

Abwehr aufmerksam, kaum Fehlwürfe

Bei der TuS wurde munter durchgewechselt, was dem Spielfluss aber keinen Abbruch tat. Die Abwehr war aufmerksam, Fehlwürfe gab es wenige. Beste Werferin in den ersten 30 Minuten war Simone Petersen (4), gefolgt von einer vierköpfigen „Dreierbande: Marlene Zapf, Anika Niederwieser, Maren Weigel und Tamara Haggerty

Es schleichen sich Fehler ein

Im zweiten Abschnitt passierte dann das, was sich nicht vermeiden lässt. „Wenn man hoch führt, schleichen sich einfach Fehler ein“, sagte Spielführerin Marlene Zapf. Mehr einfache Tore hätte sie sich gewünscht von ihrem Team. Gegenstoßpässe von Madita Kohorst kamen nicht immer an, dann wurde bei freien Möglichkeiten ein bisschen geschludert. Der klare Sieg war aber logischerweise zu keiner Sekunde bedroht.

Ein Kempa in Vollendung

Highlight der Partie war das 24:12 in der 40. Minute durch Simone Petersen. Einen genialen Kempa-Pass von Maren Weigel versenkte sie sehenswert. 31:13 stand es in der 48. Minute, 35:18 am Ende. Man hat sich in einer brechend vollen Öschhalle warmgeballert für den Hit am Mittwoch gegen den Thüringer HC. Da muss man sich auf mehr Gegenwehr gefasst machen.

Simone Petersen hatte nach dem Abpfiff acht Mal getroffen. Mit sechs Einschlägen folgten Marlene Zapf und Maren Weigel – die Spielerin des Spiels.