Waldwirtschaftsplan Forstplan spült Geld in den Haushalt

Die jungen Eichen in den Wuchshüllen wurden in diesem Jahr gepflanzt. Die Eschen, die hier zuvor standen, sind dem Eschentriebsterben zum Opfer gefallen. Im Hintergrund steht noch eine große Esche, welcher die Pilzkrankheit ebenfalls shcon deutlich anzusehen ist.  Foto: Alexander Thomys
Die jungen Eichen in den Wuchshüllen wurden in diesem Jahr gepflanzt. Die Eschen, die hier zuvor standen, sind dem Eschentriebsterben zum Opfer gefallen. Im Hintergrund steht noch eine große Esche, welcher die Pilzkrankheit ebenfalls shcon deutlich anzusehen ist. Foto: Alexander Thomys © Foto: Foto: Alexander Thomys
ALEXANDER THOMYS 18.10.2016

Revierförster Steffen Genkinger ließ kürzlich im Römersteiner Gemeinderat keine Zweifel daran aufkommen, dass im Gemeindewald nachhaltig gewirtschaftet wird. „3300 Festmeter Holz wachsen jährlich nachhaltig nach. Soviel Holz können wir auch aus dem Wald herausnehmen, ohne dem Wald zu schaden“, erklärte Genkinger gleich zu Beginn seiner Vorstellung des Waldwirtschaftsplanes für das Jahr 2017.

Acht Hiebe geplant

Eben diese besagten 3300 Festmeter will der Forst im kommenden Jahr im Gemeindewald ernten. So sind im ersten Quartal insgesamt acht Hiebe in den Gebieten Brennte Halde, Stummerberg, Aichberg, Langegartteich, Vodere Katzensteig, Bu-Bühl, Alter Salenhau und Dölle geplant. 1830 Festmeter sollen dabei aus dem Wald geholt werden. Im Herbst und Winter sind dann weitere sieben Hiebe geplant, in der Chorhalde, aber auch in Buchelau, Dullenwang, Hasenacker, Fuchsberg und im Bodmannswinkel. Sollte ein Sturm den Förstern in die Quere kommen, würden die geplanten Hiebe geringer ausfallen. „Eine solche zufällige Nutzung, etwa durch einen Sturmschaden, kommt nicht on top – dann machen wir woanders weniger als geplant oder lassen vielleicht einen geplanten Hieb komplett weg“, sagte Genkinger. Damit es am Ende eben bei maximal 3300 Festmetern bleibt.

Eine Zahl, die im Römersteiner Wald im Zehnjahres-Durchschnitt gehalten werden muss, um die Zertifizierung der nachhaltigen Waldwirtschaft nicht zu verlieren. In zwei Jahren wird eine Zwischenbilanz gezogen. Und Genkinger ist zuversichtlich: „Das passt bisher ganz gut.“ Nachhaltig zu wirtschaften heißt aber auch, neue Bäume zu pflanzen: Insgesamt sollen 3000 Bäume gepflanzt werden, allein für den Pflanzenankauf sind fast 2600 Euro eingestellt. ath

14 000 Euro für die Waldwege

Die Pflanzung wird weitere 3300 Euro kosten, Wuchshüllen zum Schutz der jungen Bäume weitere 600 Euro. Die Jungbestandspflege und die Kultursicherung lassen weitere Kosten entstehen, ebenso wie die Erhaltung der Waldwege, die sich die Gemeinde Römerstein 14 000 Euro kosten lässt. 2000 Euro sind für Erholungseinrichtungen im Wald gedacht. Größte Kostenfaktoren sind allerdings die Holzernte (66 500 Euro) und die Verwaltungskosten (24 600 Euro). Gelingt es dann allerdings am Ende das Holz für die geplanten 160 000 Euro an den Mann zu bringen, sollte für die Gemeinde ein Plus in Höhe von rund 35 000 Euro herausspringen. Die Chancen hierfür stünden gut, die Preise seien stabil, sagte Genkinger. Die Räte stimmten dem Waldwirtschaftsplan anschließend einstimmig zu. ath