„Flipper, Flipper gleich wird er kommen, jeder kennt ihn, den klugen Delfin“, sang der Unterstufenchor gemeinsam mit der Jazzcombo des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums beim Sommerkonzert am Dienstagabend. Obendrein brachten sie das musikalische Thema der Muppet-Show für die zahlreichen Zuhörer auf die Bühne, ebenso wie die Erkennungsmelodien von Wickie, Heidi, Biene Maja, Sesamstraße und noch manch anderer Serie mehr.

Das Publikum zeigte sich begeistert, zumal ja nicht „nur“ gesungen und durch die Mitglieder der Jazzcombo unterstützt wurde – der Chor zeigte vielmehr zusätzlich jede Menge körperlicher Präsenz mit einer gelungenen Choreografie.

Es war das zweite Open-Air-Sommerkonzert des Metzinger Gymnasiums, zuvor waren die Veranstaltungen viele Jahre lang im Innern der Schule aufgeführt worden. Nach dem vorjährigen großen Erfolg im Freien auf dem Schulgelände, sollte dieses Konzept in diesem Jahr unverändert bleiben. Und das, obwohl das Wetter nicht hundertprozentig eindeutig auf der sonnigen, regenfreien Seite einzuschätzen war. Aber: Alles blieb im grünen Bereich, und die Musizierenden wurden ebenso von Regenschauern verschont wie das Publikum.

Dieses Jahr wurde erstmals ein Motto festgelegt, führte Martin Hillmann von der Fachschaft Musik aus. Hauptorganisator des Sommerkonzerts war Wolf-Dieter Rahn, der zudem die Jazzcombo anleitete. Und beim dirigieren am Dienstagabend wirklich alles gab und alles aus sich herausholte. Diese Begeisterung übertrug sich (fast schon zwangsläufig) nahtlos auf die musizierenden Schüler und war für das Publikum ebenso deutlich spürbar.

Allerdings gestalteten Unterstufenchor und Jazzcombo nicht allein das breit aufgestellte Programm des Konzerts: Mit dabei war auch der Mittel-Oberstufenchor sowie der Eltern-Lehrer-Schüler-Chor, die beide zur großen Begeisterung der Zuhörer Stücke wie „I will follow him“, „Skyfall“ oder „Smile“ vortrugen.

Großen Anklang fanden zudem die Streicherklasse und das Jugendsinfonieorchester. Beide sind geprägt von der fruchtbaren Kooperation zwischen Gymnasium und Musikschule, die laut Hillmann seit zwei Jahren besteht. „Das hat sich jetzt schon bewährt“, betonte der Lehrer. „Das Orchester wird stärker nachgefragt, das gefürchtete G8-Loch ist wohl überwunden.“ Allerdings sei die Angst davor, dass mit der Einführung der verkürzten Gymnasialzeit Schüler überhaupt keine Zeit mehr für Musik hätten, vielleicht doch ein wenig übertrieben gewesen, sagte Hillmann.

Nach den Worten von Jara Eisinger und Julia Birk vom Jugendsinfonieorchester haben die Proben für das Konzert bei ihnen vor ein bis zwei Monaten begonnen. Die Gesamtorganisation startete allerdings laut Musiklehrerin und Orchesterleiterin Paula Stark schon vor einem Jahr, „da gab es die ersten Besprechungen“. Und „ab Januar wurde dann mit den Proben begonnen“, ergänzte Hillmann. Mitverantwortlich für das gesamte Konzert waren Angela Schmauder-Scheytt, als Leiterin des Unterstufenchors, in Zusammenarbeit mit Wolf-Dieter Rahn, wobei die Musiklehrerin zudem für den Eltern-Lehrer-Schüler-Chor zuständig war. Getoppt wurden alle Aufführungen am Dienstag vom großen Finale, als alle Beteiligten gemeinsam die Bühne eroberten und ihr Abschlussstück „Moon river“ vortrugen. Das Publikum zeigte sich einmal mehr begeistert – und das auch noch nach rund zweieinhalb Stunden Programm.