Metzingen / PETER KIEDAISCH  Uhr
Staatssekretär Peter Hofelich (SPD) hat das Goldene Buch der Stadt gestern um einen Eintrag bereichert. Andererseits hat er auch Hoffnungen genommen: dass die Flüchtlingswelle ohne Flächenverbrauch einhergehe.

35 Jahre Stadtsanierung in Metzingen, Neuhausen und Glems hat der SPD-Abgeordnete, Staatssekretär Peter Hofelich vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI), gestern im Schnelldurchgang erlebt.

Auf Einladung der Stadt besichtigte er einige gelungene Sanierungsobjekte, etwa die Keltern oder die Ortsmitte Glems, und erhielt Einblick in künftige Vorhaben. Zu nennen sind beispielhaft die Umgestaltung der Ulmer Straße oder die Salonkreuzung in Neuhausen. Freilich wollte Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler die Gelegenheit nutzen, Hofelich in einigen Sachfragen für sich zu gewinnen. Zum Streit zwischen Metzingen und Reutlingen wegen der geplanten Outlet-Erweiterung hielt sich Hofelich indes bedeckt: „Wenn wir gefragt werden, werden wir dazu Stellung nehmen.“ Deutlicher wurde er bezüglich der Flüchtlingszahlen und des damit zusammenhängenden Wohnraums, auch für seit Jahren hier lebende sozial Schwache: Es dürfe keinen Verteilungskampf zwischen Neuankömmlingen und Hiesigen geben, so Hofelich. Bei der dafür nötigen Schaffung sozialen Wohnraums „werden wir aber liebgewonnene Prinzipien beim Flächenverbrauch überprüfen müssen“, wie er andeutete, „und das ist noch sehr zurückhaltend gesprochen.“ Dass dies zu Konflikten mit dem Naturschutz führen werde, sei ihm klar. Der Leiter des städtischen Planungsamts, Konrad Berger, bat Hofelich darum, sich für einen Förderantrag der Stadt einzusetzen, der bislang von der zuständigen Behörde als nicht genehmigungsfähig abgelehnt gilt. Es handelt sich um 340 000 Euro für die Sanierung der Sieben-Keltern-Schule aus dem Denkmalfonds des Landes. Zudem habe die Stadt weitere 1,7 Millionen Euro für die Sanierung Innenstadt III beantragt. Das Geld werde jetzt benötigt, weil bereits bewilligte Mittel nächstes Jahr verbraucht sein werden.