Metzingen Flächenlose und Polder

Zufrieden waren jene, die bei der Holzversteigerung ein Stückchen ergattern konnten. Foto: Wieland Lehmann
Zufrieden waren jene, die bei der Holzversteigerung ein Stückchen ergattern konnten. Foto: Wieland Lehmann
Metzingen / WIELAND LEHMANN 30.01.2013
Spät war man dran mit der Holzversteigerung in diesem Winter, die Wetterbedingungen ließen einen Termin im Dezember nicht zu. Doch die Nachfrage war groß, das Angebot ausreichend und der Erlös gut.

Brennholz wird knapp, hieß es im Wirtschaftsteil unserer Montagsausgabe. Der Raummeter Brennholz koste im Bundesdurchschnitt rund 39 Euro. Was ersteres betrifft, so ist in Metzingen keine Rede von einer Holzknappheit. Und wer die Holzversteigerung am Montagabend in der Festkelter verfolgte, der konnte sich davon überzeugen, dass der Bedarf und das Angebot durchaus in einem gesunden Verhältnis zueinander standen. In den Kosten befindet man sich durchaus im Bundesrahmen.

Wurden bei den Flächenlosen ein Preis von sechs bis zehn Euro für den Raummeter zugrunde gelegt, so waren es bei den Poldern 38 bis 44 Euro.

54 Flächenlose im Gebiet Nollen, Maienwald, Eichberg und Buch waren im Angebot und Revierförster Ulrich Notz hatte gleich zügig zunächst in Zwei-Euro-Schritten, dann in Fünf-Euro-Schritten auf das Heben der Bieterkarten zu reagieren. Schon das erste Gebot stieg vom Ausgangspreis von 30 Euro auf 106 Euro, also 76 Euro mehr als veranschlagt. Auch beim zweiten wurde das Angebot um 90 Euro übertroffen. Nach einer Stunde waren alle Flächenlose an den Mann gebracht.

220 Polder liegen im Wald, die bei der Versteigerung an die Käufer gingen. Natürlich hatten die sich vorher gut informiert, welche Lage für den Transport günstig, welche Menge akzeptabel und welche Arbeit damit verbunden ist. Der größte Polder mit 10,4 Raummetern ging für 480 Euro weg, 45 Euro mehr als der Anfangspreis. Mit zunehmender Versteigerungsdauer ließ die Bieterfreudigkeit etwas nach, da ging auch mal ein Polder zum Anfangswert weg. Man achtet eben auch genau auf die finanziellen Möglichkeiten beim Kauf von Brennholz. Nach der Versteigerung bildeten sich flugs lange Schlangen vor dem Tisch, an dem man sein eben erworbenes Holz bezahlen konnte.

Es war die erste Holzversteigerung für den Winter 2012/2013. Der Schneebruch im vergangenen Jahr, die Feuchtigkeit danach, ließen eine Arbeit im Wald nicht in gewünschtem Maße zu. Das wirkt sich natürlich auch auf die Käufer aus, die für den Transport und die Bearbeitung die nötige Zeit einplanen müssen. Trotzdem war das Interesse groß, man hatte sich ausreichend informiert, welche Mengen in welcher Lage zu erwerben waren.

42 000 Euro konnte Patrick Hubertz, Abteilungsleiter der städtischen Finanzverwaltung, der auch am Montag an der Kasse saß, als Gewinn aus dem Verkauf konstatieren. Damit sei er zufrieden, sagte er, das gehe in Ordnung. Es komme ja immer darauf an, wie viel Holz in Angebot sei.

Ein Vergleich zum Vorjahr ist also schwierig, wenn die letzte Versteigerung Ende Februar 2012 rund 27 000 Euro erbrachte, so waren es bei der im Januar 2011 erfolgten Versteigerung 50 000 Euro. Man lag mit dem Holzverkauf am Montag also gut im Rennen.

Ulrich Notz machte nochmals nachdrücklich auf die Sicherheitsbestimmungen bei der Holzaufarbeitung aufmerksam. Für die Arbeit mit der Kettensäge im Wald ist ein Nachweis zu erbringen. Den kann man in Kursen erwerben. Bereits bei der Versteigerung konnte man sich für die nächsten Kurse am 18. und 19. Februar anmelden, ist der Bedarf größer, folgt auch noch ein weiterer Kurs. Und wer diesmal nicht zum Zuge gekommen ist, der hat dann auch gut vorbereitet eine neue Chance. Denn wohlige Ofenwärme ist bei steigenden Energiepreisen allemal noch mehr zu genießen.

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