Unternehmen im Ermstal tragen direkt zur Bewältigung der Corona-Krise bei, das gilt besonders für die Medizintechniker in Dettingen. Erleichtert zeigte sich gestern Dr. Johannes Uihlein, Leiter der Qualitätssicherung der Firma Epflex, weil ein Engpass in der Produktion überwunden ist: Die Medizintechnikspezialisten fertigen unter anderem Komponenten für Beatmungsgeräte, wie sie zur Versorgung der schwer am Coronavirus Erkrankten in den Kliniken derzeit dringend gebraucht werden.

Allerdings benötigt das Unternehmen zur Arbeit im Reinraum dringend das Desinfektionsmittel Isopropylalkohol. Und gerade das ist in den vergangenen Tagen knapp geworden, da die Mittel vorrangig an Kliniken und Apotheken gehen. „Unsere Lieferanten konnten uns nicht mehr mit Desinfektionsmittel bedienen. Dabei haben uns die Kunden angefleht, die Produktion aufrecht zu erhalten“, sagte Johannes Uhlien gegenüber der SÜDWEST PRESSE.

Hilferuf via Facebook

Epflex setzte also online einen Hilferuf ab - daraufhin meldeten sich Lieferanten und andere Firmen, um den Dettingern mit Desinfektionsmittel auszuhelfen. Jetzt ist das Lager wieder voll, die begehrten Führungsdrähte werden wieder hergestellt.

Stolz auf Mitarbeiter

Stolz ist Johannes Uihlein auf seine Mitarbeiter: Wir haben einen gewissen Krankenstand wegen der üblichen Grippewelle. Aber trotzdem schaffen es unsere Mitarbeiter, den gesteigerten Bedarf der Kunden zu decken, weil hier in der Produktion wirklich alle gemeinsam anpacken und sogar Überstunden leisten, um die Versorgung mit wichtigen Medizinprodukten sicherzustellen.“