Die Bundesregierung hat am Dienstag weitgehende Änderungen bei der Verteilung der EU-Agrarfördermittel für die nächsten Jahre beschlossen. Zentraler Punkt der vom Bundeskabinett am Dienstag gebilligten Gesetzesentwürfe ist, dass künftig ein größerer Teil der Subventionen für die Landwirte an Umweltauflagen gekoppelt wird. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sagte, es gehe darum, "Landwirtschaft in Deutschland zukunftsfähig zu machen und gesellschaftlich akzeptiert". Dies verlange "von allen Veränderungen".

Flächenbezogener Anteil schrittweise durch neue Ansätze ersetzt

Insgesamt werden in Deutschland nach Angaben des Umweltministeriums derzeit jährlich rund sechs Milliarden Euro EU-Agrarfördermittel verteilt. Bislang wurde demnach der größte Teil davon (78 Prozent) als Flächenprämie ausgeschüttet. Künftig wird der flächenbezogene Anteil nun schrittweise durch neue Ansätze ersetzt und soll bis zum Jahr 2026 auf 51 Prozent sinken.