Metzingen MudMates: Es wird dreckig, aber spaßig

Metzingen / Michael Koch 25.09.2018

Metzingen bekommt neben dem Ermstal-Marathon sein zweites großes Laufevent: Am 21. September 2019 fällt der Startschuss zum ersten „MudMates“. Dahinter verbirgt sich ein Querfeldein-Lauf, bei dem auch verschiedene Hindernisse bewältigt werden müssen. Ausrichter ist die Evangelisch-methodistische Kirche, in deren Räumen am Freitagabend, also exakt ein Jahr vor der Veranstaltung, der „Kick-Off“ stattgefunden hat.

Grob elf Kilometer Distanz

Dabei gab Pastor Bernd Schwenkschuster einen Überblick über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Der Start- und Zielbereich wird im Bereich des Festplatzes Bongertwasen eingerichtet. Von dort führt die Strecke in Richtung Ferientagheim, vorbei am Pfadfinderheim auf dem Auchtert, am Waldrand entlang zum Steuchenhäusle des CVJM Neuhausen, von dort weiter zum Stausee und durch den Äußeren Stadtwald, vorbei am Forsthof und wieder zurück zum Bongertwasen. Grob elf Kilometer beträgt die Distanz, zwischen 300 und 400 Höhenmeter müssen bewältigt werden, ganz genau vermessen ist die Route aber noch nicht. Ist aber auch nicht so wichtig: „Bei uns geht es nicht um die Zeit, bei uns steht ausschließlich der Spaß im Vordergrund“, betont Schwenkschuster. Deswegen wird auch in Viererteams gestartet. Wer sich alleine oder als Duo anmelden möchte, wird dann anderen Sportlern zum Team zugeordnet.

Der Teamgeist ist wichtig, denn auf der Laufstrecke warten fiese Hindernisse, bei denen man oftmals auf die Unterstützung der Mannschaftskameraden angewiesen ist. Wie der Name MudMates („Matschfreunde“) schon sagt, wird es schmutzig, rutschig, nass und daher doppelt anstrengend. Aber eben auch spaßig. Die Hindernisse tragen Namen wie Roller Coaster, Tube Slide oder Power Tower – es geht durch künstliche Schlammlöcher, über Gerüste oder untendurch. Manche Hindernisse sind von ähnlichen Veranstaltungen schon bekannt, andere werden aber auch neu erfunden. Damit überhaupt alle Sportler ohne Wartezeit ein Hindernis absolvieren können, werden vier Linien parallel aufgebaut. Mit zeitversetzten Startzeiten ergibt sich rechnerisch somit eine maximale Teilnehmerzahl von 2304.

Für die Kirchengemeinde wird das Event eine logistische Herausforderung. Eine Truppe von 60 Ehrenamtlichen zählt zum Organisationsteam, das sich auf zehn Bereiche aufgeteilt hat. Am Veranstaltungstag selbst rechnet Schwenkschuster mit einem Bedarf von 500 Helfern, die vor allem die Hindernisse betreuen, für die Verpflegung der Sportler sorgen oder die Strecke absichern. Mehrere Vereine haben bereits ihre Unterstützung zugesagt, über weitere Interessierte würde sich Schwenkschuster natürlich freuen.

Auch die offiziellen Stellen haben bereits die Ampel auf grün gestellt. Die Stadt Metzingen hat die Schirmherrschaft übernommen, insofern durfte Erste Bürgermeisterin Jacqueline Lohde am Freitag auch den symbolischen Knopfdruck zum Start der Veranstaltungshomepage drücken. Der Termin selbst wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes und dem Forstamt abgestimmt, damit nicht etwa brütende Vögel oder andere Tiere durch die Querfeldein-Läufer gestört werden.

Soziale Projekte unterstützt

Aber warum richtet eine Kirchengemeinde überhaupt ein solches Sportevent aus? „Wir möchten Begegnungen schaffen und etwas für andere Menschen tun. Wir hoffen einfach auf einen wundervollen Tag für Metzingen und seine Menschen“, sagt Bernd Schwenkschuster dazu. Sollte die Veranstaltung einen finanziellen Überschuss erzielen, dann wird ein Teil des Geldes  an die Vereine verteilt, vor allem aber auch soziale Projekte unterstützt. „Wir als Kirche wollen mit dem Lauf kein Geld verdienen“, betont Schwenkschuster.

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Anmeldung und weitere Informationen

Unter www.mudmates.de ist bereits das Anmeldeportal geöffnet. Bis Ende September gibt es dort noch einen Frühbucherrabatt. Auch die ersten Hindernisse sind dort beschrieben, sodass das Training beginnen kann.

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