Metzingen / Wolfgang Seitz  Uhr
Timo Göhler hat noch eine Rechnung offen, tendiert am 14. Juli beim Halbmarathon stark Richtung Streckenrekord.

Das ist richtig spontan. Am Dienstagmorgen wurde Timo Göhler von einem neugierigen Journalisten nach seinen Plänen für den 14. Juli gefragt: „Bist Du beim Ermstal-Marathon dabei?“ Mittags hatte sich der junge Mann dann entschieden, dem das „Top-Event“ (O-Ton Göhler) irgendwie vom Schirm gerutscht war. „Ich habe auf meinen Trainingsplan geschaut. Einen Halbmarathon kann ich mir gut vorstellen“, sagte der Läufer des LAV Stadtwerke Tübingen. Damit war, quasi am Veranstalter vorbei, ein Top-Läufer für die mittlerweile elfte Auflage des Ermstal-Marathons gebucht.

Der Auftakt des Fitnesskurses ist gemacht, noch wird aber nicht trainiert. Anmeldungen sind noch bis zum 22. März möglich, richtig los geht’s dann vier Tage später.

Noch eine Rechnung offen

Mit den 21,0975 Kilometern zwischen Metzingen und Bad Urach hat der Mehrstetter noch eine Rechnung offen. 2017 hatte er nach 1:13,53 Stunden das schöne Ermstal zwei Mal durchquert. Als Sieger – aber in einer für ihn nur bedingt akzeptablen Zeit. Seine beste liegt knapp unter 1:06. In deren Richtung wäre er schon gerne gekommen, zumindest aber hat er sich im Vorfeld sehr mit dem Streckenrekord beschäftigt, der bei 1:10,46 steht, aus dem Jahr 2009 datiert und von Markus Ruopp gehalten wird.

Der Countdown läuft: Am 14. Juli 2019 findet der 11. Ermstal-Marathon zwischen Metzingen und Bad Urach statt.

„Mit Markus habe ich im vergangenen Jahr gesprochen und ihm gesagt, dass er da eine ganz phantastische Zeit stehen hat.“ Das heißt für Timo Göhler nun aber nicht, dass diese über den 14. Juli hinaus unbedingt Bestand haben muss.

Aus Metzingen anlaufen

Der 29-Jährige liebt die Strecke von Bad Urach nach Metzingen sehr, muss heuer aber wieder zunächst aus Metzingen anlaufen. Das ist der weitaus schwierigere Part, stellt aber natürlich auch kein größeres Problem für Göhler dar, der sich vergangenes Jahr des „Zehners“ angenommen hat. Nach 31:02  Minuten war er fertig. Ein neuer Streckenrekord, aber ein Problem: Er wollte unter 31 laufen. Ein bisschen hat sich der sympathische Kerl tatsächlich geärgert. Aber nur ganz kurz.

Der Halbmarathon im Ermstal passt perfekt in die Vorbereitung auf das Großereignis in diesem Jahr. Mit seinen Vereinskollegen Lorenz Baum und Peter Obenauer will Timo Göhler den Marathon in Berlin unter die Sohlen nehmen. Der steigt am Sonntag, 29. September, und ist als Saisonhighlight auserkoren. Als zweites nach dem Ermstal-Marathon natürlich, der als perfekter Aufgalopp angesehen wird.

Schwierige Saison

Bisher war die Saison sehr schwierig für den Mehrstetter. Zunächst bremste ihn die Achillessehne aus, dann ein seltsames und seltenes Syndrom, einhergehend mit Brustschmerzen. Jetzt läuft es wieder, natürlich besteht aber ein gewisser Nachholbedarf, der zum Teil am 14. Juli gestillt wird.

„Ich war im vergangenen Jahr in Top-Form. Leider hat es da aus Verletzungsgründen nicht mit dem Marathon geklappt. Zwischen 2:13 und 2:15 wären sicher dringewesen.“ Mal sehen, was Timo Göhler für dieses Jahr im Köcher hat. 2:19:18 Stunden, die aktuelle Bestmarke über 42,195 Kilometer, sollen keine Zeit für die Ewigkeit sein. Laufend beschäftigt sich Timo Göhler mit irgendwelchen Bestzeiten – im wahrsten Sinne des Wortes.

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