Metzingen Ermskanal wird ausgebaggert

Hochwasser in der Römerstraße: Die Verantwortlichen hoffen, dass sich solche Szenen nicht wiederholen.
Hochwasser in der Römerstraße: Die Verantwortlichen hoffen, dass sich solche Szenen nicht wiederholen. © Foto: Thomas Kiehl
Metzingen / Regine Lotterer 26.07.2018

Die Stadt drückt beim Hochwasserschutz mächtig aufs Tempo: Ab Mitte August lässt sie den Ermskanal an drei Stellen bis zur Sohle ausbaggern. Starten sollen die Arbeiten nach derzeitigem Stand an der Brücke in der Römerstraße. Ebenfalls zum Einsatz kommt der Bagger an den Brücken in der Mühlstraße und in der Reutlinger Straße. Damit, so hoffen die Verantwortlichen, sind die Anlieger des Ermskanals deutlich besser vor Hochwasser geschützt als bislang. „Uns war klar, dass wir so schnell wie möglich etwas tun müssen, um größtmögliche Sicherheit zu schaffen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler. Wiewohl er zugleich betont: „Einen hundertprozentigen Schutz gegen diese Starkregenereignisse kann es nicht geben.“

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Schutz gegen das Wasser

Jeder Eigentümer ist nach der gültigen Rechtslage gefordert, dafür zu sorgen, dass Hochwasser gefahrlos abgefangen wird, sagt Konrad Berger, Leiter des Amtes für Planen und Bauen. Ein entsprechender Passus stehe auch in der Elementarschadensversicherung. Schutz müsse nicht aufwendig sein: Mitunter reichten ein paar Sandsäcke, Spundwände oder die Erhöhung eines Lichtschachtes. Ebenfalls sollten die Eigentümer keine Gegenstände in Wassernähe lagern, weil diese bei Hochwasser weggerissen werden und womöglich Abflüsse verstopfen.

Ein Brett und ein paar Sandsäcke, sagt auch der Metzinger Feuerwehrkommandant Hartmut Holder, genügten häufig schon, um Hab und Gut zu schützen. Anschaffen lasse sich das für fünf bis zehn Euro. Sand könne sogar bei einer Metzinger Firma gekauft werden. Wer sich eine Schmutzwasserpumpe anschaffe, um sich bei Hochwasser selbst zu helfen, der möge an entsprechende Schutzvorkehrungen denken, damit keine stromführenden Leitungen ins Wasser ragen. Das sei lebensgefährlich, warnt Feuerwehrkommandant Hartmut Holder.

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