Heidengraben Erlebnispfad zu den Kelten soll kommen

Der Heidengraben soll mit einem Wanderweg erlebbarer werden. Bisher gibt es solche Informationstafeln - die Stationen am neuen Weg sollen moderner gestaltet werden.
Der Heidengraben soll mit einem Wanderweg erlebbarer werden. Bisher gibt es solche Informationstafeln - die Stationen am neuen Weg sollen moderner gestaltet werden. © Foto: Alexander Thomys
Grabenstetten / Kirsten Oechsner 22.06.2018

Ein wichtiger Schritt zur Realisierung des Kelten-Erlebnis-Pfades ist vollzogen: Als erste der drei Heidengraben-Gemeinden hat Grabenstetten einstimmig für den Gesamtkostenrahmen von 485 579 Euro für Umsetzung und Eröffnung votiert, Hülben  und Erkenbrechtsweiler fällen ihre Entscheidung in ihren nächsten Ratssitzungen.

Wenn alle drei Gemeinden zugestimmt haben und nach einer abschließenden gemeinsamen Sitzung kann die Vergabe der Arbeiten an einen Generalunternehmer durch die Geschäftsstelle der Region am Heidengraben erfolgen. Der wird die Umsetzung des Kelten-Erlebnis-Pfades mit Start am Pavillon beim Burrenhof leiten und die Ausschreibung weiterer Teilgewerke vornehmen.

Der geplante 5,5 Kilometer lange Weg soll das ehemalige spätkeltische Oppidium Heidengraben für Besucher erlebbar machen. Insgesamt acht barrierefreie Wissensstationen werden sich entlang des Kelten-Erlebnis-Pfades befinden, der wird Jung und Alt, Familien und Senioren ansprechen, aber auch Menschen mit eingeschränkten Sehvermögen oder einer Geh- oder Hörbehinderung werden ihn besuchen können. Die Besucherlenkung soll zu großen Teilen über eine kostenfreie App via Tablet oder Smartphone erfolgen. Darüber hinaus sind Tastmodelle, Bildstelen und Hörstationen geplant.

Ohne Zentrum zu nutzen

Ein laut Rolf Mößmer in sich schlüssiges Konzept, das er von Anfang an befürwortet habe: „Es ist vielschichtig, interessant und für jeden ist irgendetwas dabei. Wir können uns die Peinlichkeit eines Rückziehers nicht erlauben.“ Das wollte denn auch keiner der Grabenstetter Gemeinderäte, auch von einstigen Skeptikern wie Wolfgang Klingler gab es Lob. Zu seiner Frage nach Einflussmöglichkeiten beim Konzept meinte Bürgermeister Roland Deh, man könne sie bei der gemeinsamen Sitzung am Freitag, 20. Juli, durchaus ansprechen: „Im Detail wird man vielleicht etwas ändern können, aber nicht am Grundsatz.“

Der Kelten-Erlebnis-Pfad sei auch ohne Heidengrabenzentrum umsetzbar und werde gut funktionieren, so Deh: „Schöner wäre es natürlich, wenn alles zusammen kommen würde.“ Geplant ist, mit der Umsetzung im Herbst zu beginnen. Bauliche Maßnahmen folgen dann im Frühjahr 2019, die Einweihung ist für Juli nächsten Jahres anvisiert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 485 579 Euro, das Projekt wird mit 244 800 Euro durch das Leader-Programm gefördert. Daraus ergibt sich für die Teilgemeinden ein Eigenanteil von 240 799 Euro; rund 60 000 für Grabenstetten.

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