Metzingen Erinnerungen ans Teufelshaus

Eckart Ruopp, Ute Maier, Dr. Christiane Hauber und Rudolf Renz (von links) stellen die neue Ausgabe der „Spuren“ vor. Die Beiträge zur Stadtgeschichte gibt der AKS heraus.
Eckart Ruopp, Ute Maier, Dr. Christiane Hauber und Rudolf Renz (von links) stellen die neue Ausgabe der „Spuren“ vor. Die Beiträge zur Stadtgeschichte gibt der AKS heraus. © Foto: Thomas Kiehl
Metzingen / Regine Lotterer 27.07.2018

Die Bestie verschonte niemanden: Männer, Frauen, Kinder, sie alle fielen ihr zum Opfer. Als sich ihre Wut gelegt hatte, war das Ermstal verheert und die Dörfer der Alb weitgehend entvölkert: Im ehemaligen Oberamt Urach forderte der 30-jährige Krieg etwa 15 Mal so viele Opfer wie der Zweite Weltkrieg. Zu diesem Schluss kommt der Historiker Dr. Rudolf Eberling in einem Vortrag, den er 1982 gehalten hat. Abgedruckt sind seine Ausführungen im neuen „Spuren“-Heft, das der Arbeitskreis Stadtgeschichte Metzingen (AKS) herausgibt. Der inzwischen verstorbene Eberling beleuchtet den Verlauf des 30-jährigen Krieges im Ermstal und auf der Alb. Zugleich schildert er dessen Folgen für die Region. Metzingen beispielsweise verlor damals fast zwei Drittel seiner Bevölkerung. Wer nicht während der Kämpfe und der anschließenden Plünderungen starb, fiel nicht selten der Pest zum Opfer. Allein in Böhringen forderte die Seuche 500 Tote.

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Zwei Jubiläen, ein Gedenktag

Das jüngste Spuren-Heft würdigt gleich zwei Jubiläen: Zum einen geht es um die Geschichte des Arbeitskreises Klima und Energie Metzingen. Der AKE stieß in den vergangenen 25 Jahren zahlreiche Projekte an, von der Nahwärme im Millert bis zu Gemeinschafts-Photovoltaik-Anlagen. Seit einem Vierteljahrhundert besteht auch die Partnerschaft der Stadt Metzingen mit dem ungarischen Nagykálló. Gefeiert wird das vom 12. bis zum 15. Oktober, wie Eckart Ruopp, der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees erklärt. Erste Kontakte nach Ungarn entstanden einst über die Firma Gaenslen & Völter.

Anlässlich des 150. Todestages von Christian Friedrich Schönbein befasst sich ein Beitrag von Dr. Christiane Hauber mit dessen Rolle in der Geschichte der Naturforschenden Gesellschaften in Basel.

Zu kaufen ist das Heft in den Metzinger Buchhandlungen, beim Kiosk Lutz in Neuhausen sowie im Neuhäuser Rathaus und im I-Punkt am Lindenplatz.

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