Neuffen Erfolgreich in der Gleitschirmbundesliga

Sogar während des Wettkampfs können Gleitschirmflieger die Natur genießen.
Sogar während des Wettkampfs können Gleitschirmflieger die Natur genießen. © Foto: Privat
Neuffen / SWP 14.10.2014
Den Neidlinger Gleitschirmfliegern war es vorbehalten, den Kampf um die Meisterschaft in der Bundesliga bis zum Schluss spannend zu gestalten. Die Hohenneuffener landeten am Ende auf Platz 18.

Am Hohenneuffen und in Neidlingen sind drei Vereine beheimatet. Der TV Bissingen, Abteilung Gleitschirmsport, der DGCW Neidlingen und der DC Hohenneuffen. Alle Vereine sind seit Jahren in der Gleitschirmbundesliga erfolgreich unterwegs. Die Sieger von 2012 und 2013, der TV Bissingen, mussten dieses Jahr jedoch den Bayerwäldern den Vortritt lassen.

Auf dem dritten Platz landeten dieses Jahr die Piloten vom Tegernsee, dicht gefolgt von den Neidlingern. Überhaupt waren es die Neidlinger, die den Wettkampf bis zum letzten Tag spannend hielten. Relativ schwach gestartet, konnten die Piloten des DGCW in den letzten Wochen Platz für Platz gut machen. Zuletzt trennte sie (693 Punkte) nur noch fünf Punkte vom Treppchen. Im Gegensatz dazu standen die Bissinger vom ersten Tag an auf Platz eins und mussten diesen erst im Spätsommer abgeben. Die Flieger vom DC Hohenneuffen beendeten die Saison auf einem guten 18. Platz bei 178 teilgenommenen Vereinen. Wie wird nun gewertet? Wertungsflüge finden ausschließlich an Wochenenden von März bis September statt. Dabei geht es darum, von einem beliebigen Startplatz innerhalb Europas abzuheben und eine größtmögliche Distanz zurückzulegen. Die Flüge werden mit einem GPS-Gerät aufgezeichnet und später im Internet auf einen Server hochgeladen. Pro Verein und Wochenende werden die drei weitesten Flüge gewertet. Dieses Jahr waren wieder Flüge dabei, von Startplätzen auf Island bis Südspanien. Am liebsten fliegen die Piloten aber über die Heimat und in den Alpen. Diese Saison gingen viele weite Flüge von der Alb nach Bayern in die Gegend um Augsburg, Landsberg oder sogar bis ins Allgäu. Am Ende eines solchen Fluges entscheiden in der Regel die thermischen Bedingungen wo man runterkommt. Man landet an Orten, da war man noch nie. Mit der Landung beginnt das zweite Abenteuer: Wie kommt man wieder heim? Betrunken vor Glück über einen schönen Flug, gehen die Piloten die Sache entspannt an. Immer öfter trifft man nette Leute, die den großen Rucksack als Gleitschirm identifizieren und einen ein Stück mitnehmen oder bis zum nächsten Bahnhof fahren.