Grabenstetten Erfolg bei Blitz und Donner

Regenwolken über der Alb, aufgenommen aus einem Segelflugzeug der Grabenstetter Flieger. Foto: Marc Schneider
Regenwolken über der Alb, aufgenommen aus einem Segelflugzeug der Grabenstetter Flieger. Foto: Marc Schneider
SWP 10.07.2012
Blitz und Donner gab es am Wochenende häufig über der Alb. Die Segelflieger aus Grabenstetten konnten die explosive Wetterlage trotzdem für einen Erfolg in der zwölften Runde der Segelflug-Bundesliga nutzen.

Jürgen Theiss war am Wochenende der schnellste Pilot der Fliegergruppe. Während am Samstag an der Albkante schon Gewitter und kräftige Regenschauer aufzogen, flog er nach Südwesten bis in den Südschwarzwald. Der Rückweg jedoch gestaltete sich schwierig: "Irgendwann sah ich, dass unten auf dem Boden alles nass war. Überall stand Wasser in den Wiesen", erklärt der erfahrene Streckenflieger. Offensichtlich hatte es dort schon heftig geregnet. Nasser Boden lässt sich nur schwer durch Sonneneinstrahlung erwärmen und liefert deshalb schlechte oder gar keine Aufwinde für die Flieger. Theiss schaffte den Rückweg nicht aus eigener Kraft.

Da er mit einem der modernsten Flugzeuge der Fliegergruppe unterwegs war, musste er jedoch nicht außen landen, sondern konnte den im Rumpf des Flugzeugs integrierten Hilfsmotor ausfahren und mit Motorkraft wieder zurück nach Grabenstetten fliegen. Aber die Bundesliga-Wertung endet natürlich an dem Punkt, wo der Motor erstmals ausgefahren wurde. Trotz dieser Probleme erreichte Theiss immerhin noch 58 Stundenkilometer und war damit der schnellste der Grabenstetter Piloten.

Emanuel Ladner und Nico Walker komplettierten die Liga-Wertung mit 54 beziehungsweise 51 Stundenkilometer. Allerdings kamen auch diese beiden nicht mehr aus eigener Kraft nach Hause: Ladner musste in Erbach bei Ulm landen, Walker schaffte es auf dem Rückweg nur bis zum Flugplatz Hayingen.

Die Geschwindigkeiten waren mit drei Mal unter 60 Stundenkilometern erneut sehr mäßig. Doch da Regenschauer und Gewitter in ganz Deutschland Probleme bereiteten und auch die anderen Vereine große Schwierigkeiten hatten, reichte dies trotzdem für Platz sieben in der aktuellen Liga-Runde und brachte reichlich Punkte. Für die Flieger von der Vorderen Alb war es ein überraschender Erfolg in schwierigem Wetter.

Grabenstetten kletterte in der Tabelle wieder um zwei Plätze nach oben auf Platz 11 und hat damit die Verluste aus der Vorwoche wieder ausgeglichen.

Die vordersten Plätze holten sich diesmal die Vereine aus Ludwigshafen und Landau in der Pfalz, dort scheinen die Regenschauer offenbar weniger gestört zu haben.