Hülben Entspannungsoase mitten im Ort

Die Gedenktafel für Professor Schwenkel wird enthüllt. Foto: Kirsten Oechsner
Die Gedenktafel für Professor Schwenkel wird enthüllt. Foto: Kirsten Oechsner
Hülben / KIRSTEN OECHSNER 26.06.2012
Mitten im Ort und direkt an der belebten Durchgangsstraße ist eine Oase der Erholung und Begegnung entstanden: Der Prof.-Dr.-Hans-Schwenkel-Platz wurde eingeweiht und ein Gedenkstein enthüllt.

Mit großem Engagement haben sich die Mitglieder des Runden Tisches Ortsmitte an eine Aufgabe gemacht, die zunächst ungewöhnlich klang und kaum zu realisieren schien: In der Hülbener Ortsmitte, direkt an der viel befahrenen Hauptstraße gelegen, wollten sie einen Ort der Begegnung gestalten. Und sie haben es geschafft: Aus einem geschotterten Areal, auf dem einst ein altes Bauernhaus stand, wurde ein Kleinod mit vielen Pflanzen, Ruhebänken, einem von Jugendlichen gebauten Wildbienenstand und einer Boulebahn. Unterstützt wurden sie dabei von Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins und des Nabus. "Das neugestaltete Areal wirkt wie eine Insel und ist ein Farbtupfer, der das Ortsbild erheblich positiv beeinflusst", lobte denn auch Bürgermeister Siegmund Ganser bei der feierlichen Einweihung.

Dabei handele es sich um ein besonders gelungenes Beispiel für Bürgerbeteiligung: "Dieser Platz ist von Hülbenern für Hülbener gestaltet worden", so der Bürgermeister über das Vorzeigeobjekt. "Hier sind Ideen eingeflossen, die aus der Mitte der Bürgerschaft stammen." Er sei dankbar, dass eine Reihe von engagierten Hülbenern die vor fünf Jahren eingeleitete Idee der Bürgerbeteiligung an den Runden Tischen mit Leben gefüllt hätten: "Die Idee ist und war, Gemeinderat und Verwaltung in verschiedenen Themen zu begleiten, zu beraten und auch eigene Projekte, die sonst nicht umsetzbar wären, anzugreifen."

Das Motto der Runden Tische heißt laut Anke Landgraf "Bewegen-Begegnen-Gestalten" und das habe man in der Konzeption des Platzes auch einbringen wollen. Nach und nach hätten sich die vielen Ideen zu einem Gesamtkonzept zusammengefügt, wie die Sprecherin des Runden Tischs Ortsmitte ausführte: "Es ist eine großartige Verknüpfung von Leben in der Gemeinde, Naturschutz und Jugendarbeit." Und irgendwann seis dann auch nur noch ein kleiner Schritt bis zur Namensgebung gewesen: Die Stätte der Begegnung und Erholung heißt Prof.-Dr.-Hans-Schwenkel-Platz, an den großen Sohn der Gemeinde erinnert ein Gedenkstein der zur Einweihung feierlich enthüllt wurde.

Der Stein stammt aus der 1815 gebauten Zehntscheuer, wie Günther Schwenkel erklärte. Der profunde Kenner der Hülbener Heimatgeschichte gab auch einen Abriss über die Geschichte des neu geschaffenen Platzes und dessen Umgebung. Er erinnerte in seinem launigen Vortrag an die Nachbargebäude und ließ einige Histörchen aus alten Zeiten wieder aufleben. Zur feierlichen Einweihung, die musikalisch begleitet wurde vom Gesangverein unter Leitung von Olga Haas und vom Posaunenchor mit Dirigent Horst Buck, waren nicht nur viele Hülbener gekommen, sondern mit Hildegard Gerster auch die jüngste Tochter von Hans Schwenkel. Die 90-Jährige zeigte sich begeistert vom Platz und der Ehre, die ihrem Vater damit entgegengebracht werde: Sein steter Einsatz fürs Ländle habe sich rentiert.

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