Die Sanierung der Florianstraße und damit einhergehend die Neugestaltung des gesamtes Florianplatzes hat weit mehr als nur bauliche Bedeutung. Im Neugreuth ist wieder eine attraktive Ortsmitte entstanden, so wie es sich auch die Interessengemeinschaft Neugreuth als Sprecherin der Einwohner wünscht.

Eineinhalb Jahre lang waren die Neugreuther mit Bauarbeiten und Sperrungen geplagt, doch es hat sich gelohnt: Die ehemalige Rumpelpiste ist zu einer schönen Straße geworden, der Florianplatz wurde umgestaltet und auch im Untergrund hat sich einiges getan. Rund 1,6 Millionen Euro investiert die Stadt in die Neugreuther Sanierung, weitere 600.000 Euro die Stadtwerke.

Derzeit laufen der vierte und der fünfte Bauabschnitt parallel. Im Untergrund werden neue Leitungen gezogen und oben neue Gehwege angelegt. "Bis auf zwei Wochen sind wir mit den Bauarbeiten im Zeitplan", sagt Konrad Berger vom Stadtplanungsamt. Die kleine Verzögerung entstand durch zusätzliche Hausanschlüsse, die in die Arbeiten mit aufgenommen wurden, sagt Berger.

Umgestaltet wird zudem die Einmündung der Florianstraße in die B 313. Die Radien werden so verlaufen, dass der Verkehr senkrecht in den Kreuzungsbereich einfährt. Eine Lückenampel auf der B 313 ist so getaktet, dass der Verkehr aus Grafenberg kommend bereits vor dem Einmündungsbereich anhalten muss, wenn die Fußgängerampel betätigt wird. Die große Verkehrsachse der Florianstraße stammte noch aus den Aufbauzeiten des Neugreuths in den 1960er Jahren. Die breit angelegte Straße, die an manchen Abschnitten zehn Meter maß, war ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Parkbuchten sorgen jetzt auch für eine tatsächliche und eine optische Verengung der Straße. Um die Parkplätze hatte es im Vorfeld der Bauarbeiten ohnehin zahlreiche Diskussionen gegeben, verfügt die Siedlung doch kaum über unterirdische Stellplätze. Rund 1800 Einwohner wetteifern da, vor allem am Wochenende, um die Parkflächen. Wie es im neu sanierten Neugreuth werden wird, muss sich zeigen.