Neuffen Einzig das Kind ist König

Die Stadt Neuffen hat einen Studenten der Fachhochschule Nürtingen mit einer Spielleitplanung beauftragt. Foto: Archiv
Die Stadt Neuffen hat einen Studenten der Fachhochschule Nürtingen mit einer Spielleitplanung beauftragt. Foto: Archiv
SWP 03.03.2012
Die Stadt aus dem Blickwinkel der Kinder und Jugendlichen zu sehen, zu bewerten und Beiträge für eine kinderfreundliche Stadt Neuffen zu entwickeln - das ist das Ziel der Spielleitplanung in Neuffen.

Etwas mehr als ein Jahr liegt die Entscheidung des Neuffener Gemeinderats zurück, in Neuffen eine Spielleitplanung durchzuführen. Die Stadt konnte hierfür Michael Effenberger, Student der Fachrichtung Umwelt-, Energie- und Ressourcenmanagement an der Fachhochschule Nürtingen, gewinnen. Er begleitet das Projekt im Rahmen seiner Masterarbeit. In der jüngsten Sitzung erstattete er einen Zwischenbericht über den Projektverlauf. Auftakt zum Projekt war ein Besuch im rheinland-pfälzischen Bodenheim, eine Stadt in vergleichbarer Größe, die die Spielleitplanung bereits erfolgreich durchgeführt hat. Mit wertvollen Hinweisen über das Verfahren von den dortigen Verantwortlichen ausgestattet, startete Effenberger mit einer Fragebogenaktion über den Neuffener Anzeiger. Es folgten die Streifzüge von Kindern und Jugendlichen durch Neuffen und Kappishäusern. Begleitet wurden diese von den Kindergärten und Schulen. "Das Kind ist König", beschrieb der Student die Rollenverteilung. Die Kinder und Jugendlichen hätten die Möglichkeit gehabt, zwar in Begleitung aber ohne Anleitung und Einmischung von Erwachsenen ihren Ort zu untersuchen und Verbesserungsvorschläge zu sammeln. 36 Wünsche und Verbesserungsvorschläge haben die Streifzüge erbracht. In einer sich anschließenden Zukunftswerkstatt konnten die teilnehmenden Kinder Prioritäten festlegen. Auffällig sei, so Effenberger, dass die Kinder mit einem guten Gespür für das Machbare ans Werk gegangen seien.

Auch wenn noch keine abschließende Auswertung vorliege, seien Themenschwerpunkte wie ein Trimm-dich-Pfad und der Wunsch nach einem Jugendhaus zu erkennen. Neue Spielplätze würden nicht gefordert. Investiert werden solle allerdings in die Ausstattung und Pflege der bestehenden. Michael Effenberger wird abschließend eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Vorschläge durchführen. Auf dieser Basis wird der Gemeinderat im Frühsommer Beschlüsse fassen.