Grabenstetten / Alexander Thomys

Bürgermeister Roland Deh hatte gestern unfreiwillig einen eng getakteten Terminplan. Anfragen von Medien zum Großbrand an der Rulamanschule gehörten ebenso dazu wie Gespräche mit Vertretern der Gemeindeversicherung und der EnBW. Letztere waren vor Ort, weil durch den Brand an der Rulamanschule auch die Versorgung von Rathaus und Falkensteinhalle unterbrochen ist: Die Heizung der Schule bediente auch das Rathaus und sorgte für das Warmwasser in den Duschen der Halle, auch die Stromversorgung der Falkensteinhalle lief über die Rulamanschule. „Es gibt in der Halle jetzt kein Strom und keine warmen Duschen“, brachte Deh das Problem auf den Punkt. Der Energieversorger will nun provisorisch Abhilfe schaffen.

Die Freiwillige Feuerwehr Grabenstetten beendete am Dienstag um 17 Uhr – nach fast 30 Stunden – den Einsatz an der Rulamanschule, nachdem letzte Glutnester beseitigt worden waren. Nun ist die Versicherung am Zug, die bereits ein Unternehmen sucht, um das eingefallene Obergeschoss abzutragen. „Dann werden Statiker prüfen, ob die restliche Bausubstanz zu halten ist“, sagte Deh. Die Gemeinde sucht eine freie Wohnung für die Tiger-Gruppe und nach Lösungen für den Schulbetrieb. Der Gemeinderat tagte gestern nichtöffentlich.

Bildergalerie Rulamanschule geht in Flammen auf

Einen ausführlichen Nachbericht zum Brand an der Rulamanschule, den langwierigen Löscharbeiten und den Folgen für die Gemeinde und die Grundschule lesen Sie in den Printausgaben des Metzinger Uracher Volksblattes, des Münsinger Alb Boten und den Reutlinger Nachrichten.