Metzingen Eine kunterbunte Kirche

Metzingen / Von Mara Sander 01.11.2018

Die Friedenskirche in Metzingen war am Mittwochabend zur „Churchnight“ farbig angestrahlt, so dass sich den mehr als 500 Teilnehmern nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ein farbiges Bild bot.

Mit Farbspektakel

 „Eine kunterbunte Kirche“ erklärte das Ehepaar Samuel und Elisabeth Schrempf, das die Gesamtleitung der „Churchnight“ hatte, die Symbolik des äußerlichen Farbenspektakels. Ein mehr als zehnköpfiges Leitungsteam hatte alles geplant und organisiert. Evangelische Gesamtkirchengemeinde, Pfadfinder und CVJM Metzingen als Veranstalter hatten mehr als 120 ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz um das Motto „echt stark“ kreativ umzusetzen

Allein die hohe Teilnehmerzahl der insgesamt zehnten „Churchnight“ war schon „echt stark“, die Karten bereits in der Vorwoche ausverkauft. Eine Projektband aus Jugendlichen begrüßte mit einem Motto-Lied und hatte auch zum Abschluss mit „Bärenstark“ einen passenden Song. Dazwischen gab es ein „echt starkes“ und kunterbuntes Programm für Kinder von sechs bis zehn Jahren mit Begleitpersonen, vorwiegend von Jugendlichen gestaltet, an 21 phantasievollen Stationen, die nicht nur zum Spielen gedacht waren. Vielmehr ging es auch um das gute und faire Miteinander und um kindgerechten Zugang zur Bibel.

Den gestaltete ganz besonders „Radieschenfieber“ alias Matthias Jungermann, der mit „sprechendem“ Obst und Gemüse zum Beispiel das Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählte. Das tat er auf spannende und amüsante Weise, die auch den Erwachsenen manches bewusst machte. Auch das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und die Erlebnisse des Heiligen Josef waren „echt starke Geschichten, viel besser als Märchen“, wie es einige Kinder so und ähnlich beschrieben.

Bei den 21 Stationen in Kirche, Gemeindehaus und im Freien, wurde keinesfalls nur gespielt. So war die erste Station in der Kirche aufgebaut und hatte das Leitmotiv „sprich mit mir“ als seelsorgerliches Angebot um über Sorgen, Nöte, Erfreuliches und Informatives zu sprechen und Kontakt zur Kirchengemeinde knüpfen oder intensivieren zu können. Zusätzlich erhielten die Teilnehmer  einen Überblick über die vielfältigen Angebote  für Kinder, Jugendliche und Familien und die jeweiligen Ansprechpartner.

Spiel und Spaß waren garantiert an Stationen wie „Pool Party“, einem kleinen „Swimming-Pool“ im Untergeschoss. Der war allerdings statt mit Wasser mit Styroporkugeln befüllt, in denen es kleine Schätze zu finden galt. In der „Dunkelkammer“ galt es, einen kleinen Parcours sozusagen blind zu bewältigen während ein „Riechmemory“ wieder andere Sinne ansprach.  Geschicklichkeit und Teamgeist waren beim „Murmeltransport auf Rohren“ und einem „Parcours im Team“ gefragt. Das Gleichgewicht galt es halten auf der „Slackline“, und auf Treffsicherheit kam es beim Elfmeterschießen oder Dosenwerfen an, denn auch Spieleklassiker waren neben neuen Stationen sehr beliebt. Natürlich wollte jeder möglichst alle Stationen bewältigen, denn dafür gab es Punkte. Dabei durfte Leckeres nicht fehlen wie beim Popcorn grillen oder auch dem großen Kuchenangebot zur Stärkung zwischendurch. „Am liebsten hätten sich die Kinder schon gleich für die „Churchnight“ 2019 angemeldet, denn alles war „cool“ oder eben „echt stark“.

Für die Organisatoren beginnt tatsächlich schon bald die elfte Folge der Erfolgsgeschichte, denn „nach der Churchnight ist vor der Churchnight“ erklärten Samuel und Elisabeth Schrempf, dass schon bald erste Pläne dafür im Leitungsteam geschmiedet werden.

21

phantasievolle Stationen haben sich die Veranstalter der „Churchnight“ ausgedacht. Nicht nur zum Spielen, sondern auch zum Nachdenken und in sich gehen.

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