Böhringen Eine Ampel für die Kreuzung

Die beiden Kreuzungen an der Poststraße werden umgestaltet.
Die beiden Kreuzungen an der Poststraße werden umgestaltet. © Foto: Archiv/Thomas Kiehl
ANNE LEIPOLD 19.12.2015
Für das Gebiet Poststraße bis Burgstraße hat der Gemeinderat erstmals einen Bebauungsplan aufgestellt. Die beiden großen Kreuzungen sollen umgestaltet und eine Ampel aufgestellt werden.

Keine Linksabbiegerspur, eine schmalere Fahrbahn, Fußwege und eine Ampel: So sollen in naher Zukunft die Kreuzungen an der Poststraße zur Burgstraße und Albstraße aussehen. Ein wichtiger Entschluss, da der Weg zur Schule viele Kinder über die Kreuzung an der Albstraße führt. Festgehalten wurde das im neu aufgestellten Bebauungsplan für eben jenes Gebiet. Bislang ist das ein regelfreier Raum was die Bebauung angeht, mal abgesehen von den Vorschriften des Baugesetzbuch.

Um aber die Ortsmitte weiterentwickeln zu können, stellte der Gemeinderat nun Regeln auf, auch um ein buntes Allerlei zu vermeiden. Der Böhringer Ortskern wurde im Jahr 2014 in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Das wiederum könne zu baulichen Veränderungen im Ortskern führen, heißt es in der Begründung des Plans. Denn ein Teil des Bebauungsplans gilt auch für das Sanierungsgebiet, in dem sich auch die beiden Kreuzungen befinden, die als überdimensioniert gelten und keine Fußgängerüberwege haben. Deshalb werden beide verkleinert, für die Kreuzung Burgstraße wurden die genannten Vorschläge zur Gestaltung mit dem Regierungspräsidium, Landratsamt und der Polizei abgestimmt.

Der Bebauungsplan gilt für eine Fläche von etwa 5,9 Hektar, wird im Norden von der Poststraße, im Süden und Osten von der Albstraße und im Westen entlang der Schule und dem Ortsrand begrenzt. Auch der Raisenweg zählt mit hinein, da auch für diesen noch keine planerische Fetsetzung gilt. Genutzt werden soll es als Wohngebiet, Mischgebiet, also auch für Geschäftsgebäude, Einzelhandel, Gaststätten, und als Gemeinbedarfsfläche, also für soziale Zwecke, wie dem Kindergarten und Backhaus. Keinen Platz werden Tankstellen und Vergnügunsstätten finden. Ziel der Gemeinde ist laut Hauptamtsleiterin Franziska Netz eine behutsame Entwicklung, die auch eine Innenentwicklung im Bestand ermöglicht, die Sanierungsziele umzusetzen und freie Bereiche zu schützen. Zum Bebauungsplan und den Bauvorschriften wird es auch eine Infoveranstaltung geben.