Die Weinlese in Metzingen läuft derzeit auf Hochtouren – davon ist natürlich auch der städtische Wengert nicht ausgenommen. Wie bereits seit mehreren Jahren wurde auch jetzt wieder eine gemeinsame Weinlese der Weingärtnergenossenschaft Metzingen-Neuhausen und der Stadt Metzingen durchgeführt.

Unter der fachkundigen Anleitung von Martin Koch von der Weingärtnergenossenschaft packten bei bestem Wetter rund 20 Lesehelfer an. Mit dabei war auch Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler. Gemeinsam wurden im Gewann „Herlis“, nach dem auch der städtische Wein benannt ist, Lemberger, Spätburgunder und Cabernet Mitos gelesen.

Ausgestattet mit Eimer und Schere ging es zu Fuß steil den Weinberg hinauf, um die reifen, vollen Trauben von den Rebstöcken zu schneiden. „Wir erwarten einen Traumjahrgang“, sagt Martin Koch. Nachdem im vergangenen Jahr der späte Frost im Frühjahr einen großen Teil des Ertrags zunichtegemacht hatte, sind die Wengerter in diesem Jahr sehr zufrieden. „Wir erwarten eine noch bessere Qualität und einen noch volleren Geschmack“, betont Koch.

Tradition und Moderne

Rund 2000 Kilogramm Trauben werden in dieser Saison am Stadtwengert erwartet – abgefüllt macht das etwa 1800 Flaschen. Auf dem sonnenverwöhnten Südwesthang wurden im Jahr 2012 neue Rebstöcke gepflanzt. Damals hat man bewusst eine Kombination aus alten traditionellen Rebsorten und einer modernen Neuzüchtung gewählt.

Die Rebflächen werden das ganze Jahr über liebevoll gepflegt und bearbeitet. Seit dem Jahr 2015 wird aus den stadteigenen Trauben die Rotweincuvée „Herlis“ der Stadt Metzingen kredenzt. Die limitierte Kleinauflage wird als Geschenk von der Stadt nur zu besonderen Anlässen verschenkt. „Bei der heutigen gemeinsamen Weinlese konnten wir schon sehen, dass uns ein toller Jahrgang erwartet“, zeigte sich auch Oberbürgermeister Dr. Fielder erfreut.