Grafenberg Ein Pelletslager bei der Schule

An der Rienzbühlschule entsteht ein Pelletslager für die Nahwärme. Foto: Archiv
An der Rienzbühlschule entsteht ein Pelletslager für die Nahwärme. Foto: Archiv
MARA SANDER 02.03.2012
Die Nahwärmeversorgung im Rienzbühl kommt voran: Der Grafenberger Gemeinderat hat sich für ein größeres Pelletslager und einen Anbau an den Kohlenkeller der Grundschule entschieden.

Eigentlich sollte nur der Kohlenkeller saniert und für die Pelletslagerung umgebaut werden, aber es stellten sich schwerwiegende Mängel und damit erhöhter Sanierungsbedarf heraus. Darum entschied sich der Gemeinderat für einen Anbau an den bestehenden Kohlenkeller in der Grundschule und so eine Erweiterung des Pelletslagers. Dadurch werden zwei bis drei Lieferungen pro Jahr erforderlich, was die Preise senkt und Transportwege vermeidet .

Trotz Verdoppelung der geplanten Kosten auf 50 000 Euro, die aber vorsichtshalber schon in den Haushalt eingestellt wurden, schneide die Pelletsheizung zur Nahwärmeversorgung im Rienzbühlbereich in der Wirtschaftlichkeit und CO2 -Minderung deutlich besser ab, als eine Holzhackschnitzelanlage, informierte Bürgermeister Holger Dembek das Gremium.

Er berichtete außerdem über weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung. So sei bei den Gemeindegebäuden ein Rückgang des Energie- und Strombedarfs feststellbar. Auch die Energieberatung für Privathaushalte "funktioniert sehr gut", sagte er.

Es gab im letzten Jahr 18 Beratungen der Klimaschutzagentur im Rathaus. Außer dem Nahwärmekonzept am Rienzbühl gibt es als zweite große Maßnahme das Brennstoffzellen-Modellprojekt in der Ortsbücherei. Ende April oder Anfang Mai solle die Brennstoffzelle nun eingebaut werden. "Eine neue Generation", so Dembek. Damit solle ein Gesamtwirkungsgrad von 95 Prozent erreicht werden. Auch Privathaushalte könnten von dem Modellprojekt profitieren, erklärte Dembek.