Grabenstetten Ein Mal Schwarzwald und zurück

Ein Blick aus dem Segelflugzeug auf den Hohenneuffen. Foto: Karlheinz Schneider
Ein Blick aus dem Segelflugzeug auf den Hohenneuffen. Foto: Karlheinz Schneider
SWP 04.06.2014
Viel Verkehr herrschte am vergangenen Wochenende am Himmel über der Alb. Die Segelflieger nutzten den Sonnenschein und die starken Aufwinde für einige durchaus große Flüge.

Für die Fliegergruppe Grabenstetten gelang dem Langstreckenexperten Patrick Kutschat ein grandioser Flug. Mit vollem Einsatz und großen Ehrgeiz schaffte er am Samstag ein Dreieck mit einer sagenhaften Flugstrecke von 907 Kilometern. In seinem Hochleistungs-Segelflugzeug vom Typ "Nimbus 3" flog er zuerst in den Südschwarzwald, dann nach Nordosten bis in die Rhön bei Fulda, schließlich noch in den Bayrischen Wald und wieder zurück nach Grabenstetten. Für die Segelflug-Bundesliga müssen die Piloten aber gar nicht unbedingt besonders weit fliegen, sondern stattdessen in einem zweieinhalb Stunden langen Zeitfenster eine möglichst hohe Durchschnitts-Geschwindigkeit erreichen.

Den schnellsten Flug für Grabenstetten schaffte Nico Walker: Er flog zwar eine deutlich kleinere Strecke über der Alb und dem südlichen Schwarzwald, aber dafür gab er richtig Gas und konnte mit 101 Stundenkilometern reichlich Punkte holen. Erich Sigel, seit vielen Jahrzehnten schon für Grabenstetten am Himmel unterwegs, schrammte mit 99 Stundenkilometern nur knapp am dreistelligen Schnitt vorbei.

Langstreckenflieger Patrick Kutschat trug mit 91 Stundenkilometern den dritten Flug zur Wertung bei. Am Ende brachte Rundenplatz neun wertvolle Punkte für die Piloten von der vorderen Alb. Grabenstetten verteidigt den vierzehnten Platz in der Tabelle der zweiten Segelflug-Bundesliga. Der Rundensieg ging diesmal nach Albstadt-Degerfeld. An der Spitze der Tabelle konnte die Fliegergruppe Schwäbisch Gmünd ihre Führung vor dem FCC Berlin nach Verlusten in der Vorwoche wieder ausbauen.