Dettingen an der Erms Ein Gewinn für beide Seiten

Karin Beck koordiniert "Füreinander da sein". Foto: Mara Sander
Karin Beck koordiniert "Füreinander da sein". Foto: Mara Sander
Dettingen an der Erms / CAROLA EISSLER 30.11.2013
Das Projekt "Füreinander da sein" der evangelischen Kirchengemeinde vermittelt neben Hilfsangeboten nun auch Leih-Großeltern. Projektleiterin Karin Beck hofft auf große Resonanz.

Die Pilotphase von "Füreinander da sein - Verantwortung leben" haben die Projektmacher längst hinter sich. Weil die Idee der evangelischen Kirchengemeinde, in Dettingen eine Art Gabenbörse anzubieten, so gut ankam, hatte der Kirchengemeinderat bereits im Mai grünes Licht für eine Fortsetzung und für den Aufbau eines regulären Dienstes gegeben.

Karin Beck, die die Hilfsangebote koordiniert und vermittelt, kann sich zudem über einen Preis freuen, der ihr Anfang Dezember von der Senioren-Stiftung der Kreissparkasse zuerkannt wird. Das Projekt, so scheint es, findet über die Ortsgrenzen hinaus Beachtung und Wertschätzung.

Jetzt wollen Beck und die Kirchengemeinde einen Schritt weiter gehen. Das Projekt vermittelt Leih-Omas und Leih-Opas. "Viele Kinder haben ihre Großeltern nicht am Ort. Andererseits gibt es Großeltern, deren Enkel weit weg wohnen", beschreibt Beck die Zielgruppe. Oder es gibt einfach ältere Menschen, die gerne einen Teil ihrer Freizeit mit Kindern verbringen würden, aber keine eigenen Enkel haben. "Man muss nicht verwandt sein, um einander zum Segen zu werden", lautet das Motto der neuen Aktion. Karin Beck sieht in diesem Angebot einen Gewinn für beide Seiten. Nun hofft sie einerseits auf viele Leih-Großeltern, andererseits auf Eltern, die gerne den Dienst in Anspruch nehmen würden. Betreut werden Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. "Die genaue Ausgestaltung der Betreuung kann jeweils individuell abgestimmt werden."

Genau ein Jahr ist es her, dass die evangelische Kirchengemeinde ihren neuen diakonischen Dienst "Füreinander da sein" vorgestellt hat. Inzwischen wurde 151 Mal Hilfe koordiniert und geleistet, 55 ehrenamtliche Mitarbeiter stehen zur Verfügung. Auch einige Asylbewerber aus Dettingen haben sich bereits bei dem Projekt eingebracht und mitgeholfen. Garten- und Fahrdienste sind besonders gefragt.

Info Das diakonische Projekt " Füreinander da sein" ist erreichbar über Karin Beck Telefon: (0 71 23) 39 91 33, montags von 9 bis 311 Uhr, oder per E-Mail: fuereinander@kirche- dettingen.de.

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