Dettingen Ein echtes Paradies: Der CVJM feiert sein Gartenheim

Viele Dettinger haben sich am Sonntag auf den Weg ins Gartenheim unterhalb des Calverbühls gemacht.
Viele Dettinger haben sich am Sonntag auf den Weg ins Gartenheim unterhalb des Calverbühls gemacht. © Foto: Kirsten Oechsner
Dettingen / Kirsten Oechsner 16.07.2018

Seit 50 Jahren dient das Gartenheim den CVJM-Mitgliedern als sommerlicher Treffpunkt. Gefeiert wurde in lockerer Runde, statt offizielle Reden zu halten, sollten die Besucher vielmehr miteinander reden und Spaß haben. Doch ganz ohne feierlichen Rahmen sollte das Jubiläum dann doch nicht begangen werden: Unter dem Motto „Jesus in my Häusle“ fand dort ein Gottesdienst statt, gehalten von Pfarrer Michael Krimmer.

Unzählige evangelischen Christen aus der Gesamtkirchengemeinde inklusive Kappishäusern hatten sich gestern auf den Weg zum Gartenheim gemacht, das idyllisch inmitten von Streuobstwiesen liegt. Ein Weg, den vor allem in den Sommermonaten die Jungscharen und Jungenschaften regelmäßig gehen: „Mittlerweile treffen sich die Gruppen meistens hier oben“, berichtet CVJM-Vorsitzender Christoph Kleih. Weil’s so praktisch ist: Bei schlechtem Wetter geht’s rein ins Gebäude, bei stabilen Verhältnissen ist im Freibereich genug Platz für Spiele, es kann sogar gekickt und gegrillt werden.

Da die Treffen inzwischen vorwiegend freitags stattfinden, wurde der Platz vor allem im Gartenheim langsam zu knapp: Erst vor kurzem wurde ein Lagerschuppen mit Gruppenraum in Holzbauweise gebaut: „Fast alles wurde in Eigenarbeit gebaut, viele von unseren Mitgliedern sind Handwerker“, so Kleih.

Nur eine Blockhütte

Das ist heute nicht anders als vor 50 Jahren beim Bau des Gartenheims: „Vieles wurde selbst gemacht, zahlreiche Mitglieder haben damals ihr Können und Zeit eingebracht“, berichtet der derzeitige CVJM-Vorsitzende. Das Areal hoch über Dettingen existierte 1968 bereits seit vielen Jahren, lediglich eine Blockhütte stand darauf: „Man merkte, dass Bedarf für mehr bestand, und es wurde mit dem Bau des Gebäudes begonnen“, weiß Kleih.

Das Gelände selbst wurde im Lauf der fünf Jahrzehnte größer, an der Grundgröße des Gartenheims hat sich indes nichts geändert – es wurde aber ständig renoviert, umgebaut und zum Beispiel neue Toilettenanlagen eingebaut. Vor nicht allzu langer Zeit wurde für Gelände und Gebäude ein eigener Bebauungsplan erstellt, um die rechtlichen Bedingungen festzuschreiben. Darin ist explizit formuliert, dass es noch Erweiterungsmöglichkeiten gibt: „Gleichzeitig wird dadurch Wildwuchs verhindert.“

Über Generationen ist rund um das Gartenheim laut Christoph Kleih ein Paradies geschaffen worden: „Hier fühlen sich Kinder ganz besonders wohl, aber auch Erwachsene.“ Regelmäßig wird das Areal für Geburtstage, Firmenfeiern oder andere Festlichkeiten vermietet, und auch der CVJM feiert mit seinen Gruppen dort, nächsten Freitag findet ein Mitarbeiterfest statt. Knapp 300 Frauen und Männer jeden Alters stehen auf den Helferlisten, zum Fest werden rund 150 erwartet.

Auch fand einst regelmäßig ein Garten-Nachmittag statt, der in den vergangenen Jahren aber wegen schlechtem Wetter abgesagt werden musste: „Aus Anlass des Jubiläums wollten wir diese Tradition wieder aufleben lassen“, erzählt Kleih. „Deshalb sind wir auf Nummer sicher gegangen und haben eigens ein Festzelt aufgestellt, das wir jetzt gar nicht brauchen.“

Gefeiert wurde bis zum nachmittäglichen Gewitter bei herrlichem Wetter im Freien, in kleinen oder größeren Gruppen saßen die Besucher gemütlich zusammen – manche hatten sich sogar einen der begehrten Liegestühle ergattert. Kinder tobten ausgiebig und amüsierten sich an den Spielstationen, die Erwachsenen ließen den Tag bei Gesprächen eher ruhig angehen.

Bereits am Samstag hatte bei sommerlichen Abendtemperaturen eine Beach-Party für die jüngere Generation und für Junggebliebene stattgefunden. Für zwei Gemeindeglieder hieß es Abschied nehmen von Dettingen, von dieser gelebten Gemeinschaft: Im Rahmen des Gottesdienstes wurde Jan-Lucas Haas zu einem missionarischen Kurzzeit-Einsatz nach Brasilien und Jana Keinath nach Kanada entsandt.

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