Metzingen Ein buntes Gebinde aus lauter guten Ideen

Die Planungen zur Entwicklung des G & V-Areals laufen auf Hochtouren. Foto: Thomas Kiehl
Die Planungen zur Entwicklung des G & V-Areals laufen auf Hochtouren. Foto: Thomas Kiehl
PETER SWOBODA 29.09.2012
Damit die Ideen und Wünsche in die Planung für die Entwicklung des G & V-Areals berücksichtigt werden können, wurden diese geordnet und aufgelistet. Der Gemeinderat hat dies am Donnerstag gebilligt.

Die Liste der Bürgerempfehlungen für die Entwicklung des ehemaligen Areals der Firma Gaenslen & Völter ist lang und inhaltlich beeindruckend. Davon konnte sich der Gemeinderat am Donnerstag überzeugen. Denn die Wünsche, Ideen und Anregungen sind inzwischen nach Themen geordnet und aufgelistet.

Die Stadtverwaltung hat zu jedem einzelnen Punkt eine Stellung bezogen. Diese Stellungnahmen hat der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig gebilligt. Konkrete inhaltliche Beschlüsse wurden freilich nicht gefasst. Mit dieser Liste kann vielmehr der Planungsprozess, der inzwischen weiter fortgeschritten ist, konstruktiv begleitet werden. "Die Bürgerempfehlungen", so Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler, "erachte ich als unglaublich wertvoll. Viele werden Eingang in die Planung finden."

Fiedler betonte jedoch, dass die Planungsarbeiten auf Grund des Umfangs und der Komplexität der einzelnen Inhalte noch keinesfalls auch nur annähernd abgeschlossen sind.

Quer durch alle Fraktionen wurde das Konzept gelobt. FWV-Fraktionschef Peter Rogosch hatte vor allem Anerkennung für das Engagement der Bürger. Dem schloss sich FDP-Fraktionschef Bernhard Mohr an. "Wir haben hier", so Mohr, "einen großen Strauß an Wünschen, hoffen wir, dass vieles davon auch verwirklicht werden kann." Und SPD-Stadtrat Steffen Übele unkte: "Alles wird wohl nicht umgesetzt werden können."

Diese Bedenken teilt auch Gertrud Kleineikenscheidt. Gleichwohl ist sie "froh über die Bürgerbeteiligung". CDU-Fraktionschef Eckart Ruopp zeigte auf, dass seine Fraktion nachgerade begeistert sei von den Ideen der Bürger. Oberbürgermeister Ulrich Fiedler war ebenfalls bemüht, die Erwartungen zu dämpfen: "Wir dürfen uns der Illusion nicht hingeben, dass am Ende jeder zu 100 Prozent zufrieden sein wird." Ob diese eindeutige Botschaft jeder im aus allen Nähten platzenden Ratssaal verstanden hat, sei dahingestellt.

Wie dem auch sei, die Bürgerbeteiligung geht weiter. Auch daran ließ der Oberbürgermeister keinen Zweifel. Nach dem Ratsbeschluss vom Donnerstag, soll dem Gremium voraussichtlich schon im Oktober der jeweilige Stand der Planungsergebnisse vorgestellt werden. Für Anfang November ist dann eine Bürgerversammlung geplant.