Grabenstetten Durch Tirol gleiten

Die Duo Discus landet nach dem erfolgreichen Ligaflug.
Die Duo Discus landet nach dem erfolgreichen Ligaflug. © Foto: Silvan Meckelnburg
SWP 07.05.2016

Nachdem Regen und der erneute Wintereinbruch in der zweiten Aprilhälfte nicht an schnelle Segelflüge denken ließen, konnten die Grabenstetter Segelflieger in der dritten Liga-Runde endlich abheben. Ganz einfach hatten sie es auch dieses Mal nicht: "Am Anfang war es schwer, überhaupt in der Luft zu bleiben, aber später haben wir doch noch sehr gute Linien über der Alb gefunden", berichtet Silvan Meckelnburg, der Neuzugang bei den Grabenstetter Piloten. Zwischen Aalen und Albstadt erreichte er eine respektable Durchschnitts-Geschwindigkeit von 92 Stundenkilometern. Patrick Kutschat flog weiter in Richtung Osten an der Donau entlang und schaffte 89 Kilometer die Stunde. Der schnellste Flug aber startete in Oberbayern, in Unterwössen südlich des Chiemsees: Claus Neuffer, ein erfahrener Pilot der Fliegergruppe Grabenstetten, wohnt dort seit einigen Jahren und nutzt manchmal die günstige Lage direkt am Rand der Alpen für einen Flug in den Bergen. Er konnte in Flughöhen bis zu 3500 Metern durch Tirol und die Steiermark gleiten, was ihm eine Flugstrecke über 700 Kilometern und einen Schnitt von 107 Stundenkilometern für die Liga-Wertung bescherte. Um in der Bundesliga die Vor- oder Nachteile für die Vereine durch die meist uneinheitliche Wetterlage im Land ein Stück weit auszugleichen, ist der Start von jedem beliebigen Flugplatz in Deutschland erlaubt.

Grabenstetten holt sich damit Platz sechs in der aktuellen Runde und istin der Tabelle auf Rang 19 von 30. Der Sieg ging diesmal an die Luftsportgemeinschaft Hersbruck (bei Nürnberg), mit 130 Kilometern pro Stunde Maßstäbe in der Liga.